Google Play: Android-API 26 wird ab 2018 für neue Apps Pflicht

Google hat am 19. Dezember 2017 neue Anforderungen für Apps und Spiele auf Google Play angekündigt. Neue Apps sollen ab August 2018 mindestens Android 8.0, API-Level 26, als Zielversion verwenden. Für Updates bestehender Apps nennt Google November 2018.

Die Vorgabe betrifft targetSdkVersion, nicht die Mindestversion minSdkVersion. Ältere Geräte können deshalb weiter unterstützt werden. Bereits veröffentlichte Apps ohne weitere Updates sind von dieser angekündigten Regel nicht betroffen.

Native Bibliotheken: 64 Bit zusätzlich zu 32 Bit

Ab August 2019 sollen neue Apps und Updates mit nativen Bibliotheken auch 64-Bit-Versionen enthalten. Am 21. Dezember präzisierte Google den Beitrag: Die 32-Bit-Unterstützung wird nicht gestrichen. Apps ohne nativen Code sind ausgenommen.

Für Anfang 2018 kündigte Google außerdem Sicherheitsmetadaten im APK Signing Block an, um die Verteilung über den Store zu prüfen. Dafür seien keine Maßnahmen der Entwickler erforderlich.

Die Android 8.1 Developer Preview hatte im Oktober bereits API-Level 27 eingeführt. Eine neue Plattform-API und eine verpflichtende Zielversion im Store sind jedoch unterschiedliche Vorgänge. Aus der Preview-Veröffentlichung folgt kein sofortiger Zwang, jede Anwendung auf diese API-Stufe umzustellen.

Für die Release-Planung von Mobile-Spielen müssen damit zwei Dinge getrennt geprüft werden: die deklarierte Ziel-API und die Architekturen eingebundener nativer Bibliotheken. Ein geänderter Manifestwert allein erstellt keine zusätzliche 64-Bit-Bibliothek.

Historischer Stand: Der Beitrag berücksichtigt die Klarstellung vom 21. Dezember 2017. Die genannten Termine liegen inzwischen in der Vergangenheit und ersetzen keine Prüfung heutiger Store-Anforderungen.

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