Elgato führt für die Windows-Software 4K Capture Utility 1.0.2 Verbesserungen bei Vorschau, Geräteerkennung und Aufzeichnung auf. Der im Dezember 2017 dokumentierte Versionsstand ergänzt unter anderem eine Audiopegelanzeige. Sie zeigt den Eingangspegel auch bei stummgeschalteter Audiovorschau.
Laut Hersteller startet die Anwendung bis zu dreimal schneller als zuvor. Auch die Initialisierung der Game-Capture-Geräte wurde überarbeitet. Das sind Angaben aus den Versionshinweisen, keine eigenen Messungen. Sie betreffen nicht automatisch die Verzögerung zwischen dem Eingangssignal und der angezeigten Vorschau.
Tonprüfung und Signalabstimmung am Aufnahmeplatz
Die Änderungen nennen eine Korrektur zeitweise asynchroner Bild- und Tonvorschau sowie aktualisierte EDID-Dateien gegen fehlende Audioausgabe von NVIDIA-Grafikkarten. Für die HD60 S lässt sich zwischen HDMI- und analogem Audioeingang wechseln. Zusätzlich ist eine eigene EDID-Auswahl vorgesehen.
EDID beschreibt gegenüber der Signalquelle die Fähigkeiten des angeschlossenen Geräts. Eine passende Auswahl kann bei der Abstimmung des Signalwegs helfen. Daraus folgt jedoch keine Zusicherung, dass jedes Format jeder Grafikkarte aufgezeichnet werden kann. Für die Fehlersuche müssen Signalquelle, Capture-Gerät und Software getrennt geprüft werden.
Höhere Bitraten sind keine höhere Bildrate
Für niedrigere Aufnahmeauflösungen wie 1080p nennt Elgato höhere maximale Bitraten. Das verändert den Datenumfang einer Aufzeichnung, nicht zwangsläufig ihre Auflösung oder Bildrate. Eine Markierung am Taskleistensymbol signalisiert außerdem eine aktive Aufnahme.
Schon OBS Studio ergänzte 2016 Encoder-Unterstützung und getrennte Aufnahmeprofile. Der Vergleich macht unterschiedliche Ebenen sichtbar: Ein Encoder verarbeitet das Video, die Capture-Hardware liefert das Eingangssignal. Änderungen an der Vorschau lassen sich daher nicht pauschal mit einer verbesserten Encoder-Leistung gleichsetzen.
Historischer Stand: Der Beitrag behandelt Version 1.0.2 im Dezember 2017. Die verlinkte Versionsübersicht enthält auch spätere Änderungen, die diesem damaligen Softwarestand nicht zugerechnet werden. Das Herstellerlogo ist ein Symbolbild, kein Screenshot der Version.

