Deutsche Games-Branche: Studie zeigt hohen Umsatz und geringen Anteil eigener Entwicklungen

Eine am 1. Dezember 2017 vorgestellte bundesweite Studie zur deutschen Games-Branche beziffert den Umsatz der Unternehmen für das Jahr 2015 auf 2,876 Milliarden Euro. Gleichzeitig stammt nur ein kleiner Teil dieses Umsatzes aus in Deutschland entwickelten Produkten und Dienstleistungen.

Die Untersuchung der Hamburg Media School und der Universität Paderborn erfasste mehr als 650 Unternehmen und rund 14.000 Beschäftigte. 90 Prozent der Firmen erzielten höchstens fünf Millionen Euro Jahresumsatz. 76 Prozent der Beschäftigten waren fest angestellt, 77 Prozent arbeiteten in sozialversicherungspflichtigen Verhältnissen.

Hohe Exportquote, geringer Anteil eigener Produktionen

Die Studie weist für deutsche Games-Unternehmen eine Exportquote von 46 Prozent aus. Der Anteil des Umsatzes mit Produkten und Dienstleistungen aus deutscher Entwicklung lag dagegen bei 14,2 Prozent. Bei PC- und Konsolenspielen blieben laut den Studienangaben nur 0,5 Prozent des in Deutschland erzielten Umsatzes bei deutschen Entwicklern.

Games-Förderung als Standortfaktor

Als wichtigen Unterschied zu Kanada, Frankreich und Großbritannien nennt die Veröffentlichung die öffentliche Finanzierung. Der Förderanteil an der Finanzierung deutscher Games-Entwickler lag laut Studie bei 2,6 Prozent. Für Großbritannien werden rund 17 Prozent und für Ontario in Kanada rund 32 Prozent genannt. Die Autoren verweisen außerdem auf bis zu 30 Prozent höhere Entwicklungskosten in Deutschland.

Die Studie ordnet die Branche als wirtschaftlich und kulturell relevant ein. Ein früherer Bericht über InnoGames zeigt beispielhaft, wie ein deutsches Studio bereits 2016 Umsatz und Beschäftigung ausbauen wollte.

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