Nokia beendet Entwicklung weiterer OZO-VR-Kameras, bis zu 310 Stellen betroffen

Nokia Technologies beendet die Entwicklung weiterer Versionen der OZO-VR-Kamera und der zugehörigen Hardware. Das Unternehmen begründet die Entscheidung mit der langsamer als erwartet wachsenden Nachfrage im Virtual-Reality-Markt. Bis zu 310 der rund 1.090 Beschäftigten der Sparte könnten betroffen sein.

Die OZO-Kamera war für professionelle 360-Grad-Aufnahmen und räumliches Audio gedacht. Damit zielte Nokia auf Studios, Filmproduktionen und andere Anbieter immersiver Inhalte. In diesem Marktumfeld hatte etwa die YI HALO als VR-Produktionskamera mit mehreren synchronisierten Kameras einen ähnlichen Schwerpunkt.

Fokus auf Digital Health und Lizenzgeschäft

Nokia Technologies will die Investitionen in VR reduzieren und sich stärker auf digitale Gesundheitsprodukte sowie Patent-, Marken- und Technologielizenzen konzentrieren. Die Sparte hatte mit Withings bereits ein Portfolio für digitale Gesundheitsanwendungen übernommen. Die geplanten Veränderungen betreffen nach Nokias Angaben vor allem Beschäftigte in Finnland, den USA und Großbritannien.

Die Entwicklung weiterer OZO-Versionen soll enden, bestehende Verpflichtungen gegenüber Kunden bleiben jedoch bestehen. Nokia kündigte damit keinen sofortigen Abbruch aller OZO-Leistungen an, sondern eine neue Priorität für die Sparte. Der Schritt zeigt zugleich, wie stark professionelle VR-Hardware damals von der noch jungen Marktentwicklung abhängig war.

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