Unitys Demo-Team hat die Umgebung „Neon“ in wenigen Tagen entwickelt. Der offizielle Entwicklungsbericht von Creative Director Veselin Efremov beschreibt ein kleines Projekt mit Unity 2017.1 und Modellen aus dem Asset Store.
Für die Szene kamen der Post-Processing Stack v1 sowie Realtime Area Lights und volumetrischer Nebel zum Einsatz. Efremov setzte dabei ausschließlich vorhandene Modelle ein und verzichtete auf Änderungen an einzelnen Vertices. Die Beschränkung diente als bewusste Vorgabe für den kurzen Entwicklungsprozess.
Prototyping mit vorhandenen Assets
Die Demo sollte zeigen, wie schnell aus einer groben Anordnung eine visuell geschlossene Umgebung werden kann. Das Team kombinierte Modelle aus verschiedenen Paketen in neuen Rollen, etwa Kabel aus einem Fabrikset und Teile eines Raumschiffs für die Unterseite eines Gebäudes. Unity bezeichnet diesen Ansatz selbst als unoptimiert, hebt aber den Zeitgewinn beim frühen Aufbau hervor.
Ein sichtbarer Prototyp am zweiten Projekttag gibt Künstlern, Programmierern und Game-Designern früh eine gemeinsame Arbeitsgrundlage. Rendering-Aufgaben und technische Stolperstellen werden dadurch sichtbar, während noch Änderungen am Konzept möglich sind. Der Unity-Artikel zum 360-Grad-Video-Shader beschreibt einen anderen Einsatz der Engine für Echtzeitinhalte.
Für die finale Szene ergänzten Teammitglieder Regen, Animationen und Audio. Die Umgebung blieb trotzdem ein kleines Experiment und kein vollständiges Spiel. Unity nutzt solche Demo-Projekte, um Arbeitsweisen der eigenen Engine sichtbar zu machen und neue Ideen für größere Produktionen zu testen.

