Raspberry Pi wird zum dedizierten Urban-Terror-Server

Ein ausführliches Tutorial vom 20. Juli 2017 beschreibt den Raspberry Pi als dedizierten Server für Urban Terror. Der Multiplayer-Shooter basiert auf der Quake-3-Engine. Für den Server wird die Open-Source-Engine ioquake3 auf ARM kompiliert und anschließend mit den Spieldaten von Urban Terror verbunden.

Als Ausgangspunkt dient das Raspberry-Pi-Quake-3-Repository. Nach dem Klonen werden die Entwicklungswerkzeuge und SDL-Bibliotheken installiert. Das Tutorial weist darauf hin, dass der Kompiliervorgang wegen des begrenzten Arbeitsspeichers des Einplatinencomputers eine größere Swap-Datei benötigen kann.

Quake-3-Engine für ARM anpassen

Für den ARM-Build müssen Pfade zu Bibliotheken und Headern im Build-Skript angepasst werden. Der Eintrag für den Cross-Compiler wird deaktiviert, damit der Build auf dem Raspberry Pi selbst erfolgt. Zusätzlich beschreibt die Anleitung Änderungen am Makefile und im C-Code, bevor das Build-Skript gestartet wird.

Nach erfolgreicher Kompilierung wird das Urban-Terror-Archiv entpackt. Die erzeugte Datei ioq3ded.arm liegt im selben Verzeichnis wie der Ordner q3ut4. Der Server startet anschließend mit ./ioq3ded.arm +set fs_game q3ut4 +map ut4_company. Für die Spieldaten werden die originalen Dateien von Quake 3 beziehungsweise die passenden Urban-Terror-Pakete benötigt.

Für Entwickler und technisch versierte Spieler zeigt das Projekt, wie sich eine bestehende Multiplayer-Engine auf einer kleinen ARM-Plattform als eigener Dienst betreiben lässt. Ein früherer Raspberry-Pi-Beitrag mit Xbox-360-Controller beschreibt einen anderen Aufbau, bei dem die Plattform als Schnittstelle für ein interaktives System dient.

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