ASUS stellte am 28. Juni 2017 den XG-C100C als PCIe-Netzwerkadapter mit 10-Gigabit-Ethernet vor. Die damalige ASUS-Pressemitteilung, erhalten als vollständiger Nachdruck nannte 99 US-Dollar als empfohlenen Preis für Nordamerika. Das ist keine deutsche Preis- oder Lieferzusage.
Über einen RJ45-Anschluss unterstützt die Karte auch 5, 2,5 und 1 Gigabit pro Sekunde sowie 100 Mbit/s. Die erste Ausgabe der ASUS-Kurzanleitung vom März 2017 dokumentiert diese fünf automatisch ausgehandelten Geschwindigkeiten und den Einbau in einen PCIe-Steckplatz. Eine USB-Verbindung ist dafür nicht vorgesehen.
Die Gegenstelle bestimmt das Tempo mit
Ein schneller Netzwerkadapter allein beschleunigt weder einen bestehenden Internetanschluss noch einen Server mit Gigabit-Port. Für Entwicklungs- und Content-Teams sind große Übertragungen im lokalen Netz der naheliegende Einsatz: Projektdateien, Build-Artefakte und Videoaufnahmen können von einer schnelleren Verbindung profitieren, sofern Gegenstelle und Speicher sie auslasten.
Bei niedrigeren Geschwindigkeitsstufen knüpft die Karte an IEEE 802.3bz für 2,5 und 5 Gigabit über vorhandene Kupferverkabelung an. Für 10-Gigabit-Verbindungen nennt die Kurzanleitung Cat5e-, Cat6- oder Cat6A-Kabel. Sie ersetzt keine Prüfung der tatsächlich verlegten Strecke und ihrer erreichbaren Übertragungsrate.
Paketpriorisierung ist keine Latenzgarantie
ASUS bewirbt eine integrierte QoS-Funktion, die Spielepakete bevorzugt behandeln soll. Die Pressemitteilung nennt außerdem Windows 7, 8.1 und 10 sowie Linux-Kernel 4.4. Die beworbene Paketpriorisierung ist jedoch kein Nachweis für geringere Latenz in jedem Spiel und keine Kontrolle über sämtliche Router im Übertragungsweg.
Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert die Vorstellung von 2017. Die heutige Produktseite umfasst auch spätere Kartenrevisionen. Das offizielle ASUS-Motiv illustriert Netzwerk-Anwendungen und zeigt weder einen eigenen Geschwindigkeitstest noch eine konkrete Kartenrevision.

