Unity hat am 11. Juli 2017 Unity 2017.1 als erste Version des neuen Release-Zyklus vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen Timeline für Szenenabläufe und Cinemachine für virtuelle Kameras.
Die Versionshinweise zu 2017.1.0f3 dokumentieren Timeline als Editor- und Laufzeitwerkzeug für Animationen, Skripte und Audio. Ein Ablauf kann damit über Spuren zusammengestellt werden. Das offizielle Timeline-Video vom 4. Juli zeigt das Werkzeug, nicht einen unabhängigen Produktivitätstest.
Szenenablauf und Kameraführung sind getrennte Aufgaben
Cinemachine arbeitet mit virtuellen Kameras, Zielgruppen und Regeln für Bildausschnitt oder Kamerawahl. Mehrere bewegte Objekte können gemeinsam verfolgt werden. Das Paket war laut Ankündigung über den Asset Store erhältlich. Timeline und Cinemachine lassen sich kombinieren; sie ersetzen aber unterschiedliche Teile der Inszenierung.
Build-Datum und Release-Ankündigung unterscheiden
Die Versionsseite zu 2017.1.0f1 nennt den 26. Juni 2017. Für 2017.1.0f3 ist der 10. Juli angegeben. Die große Produktankündigung folgte am 11. Juli. Diese Daten dürfen nicht zu einer vermeintlichen Ankündigung vom 27. Juni zusammengezogen werden.
| Beleg | Datum |
|---|---|
| Unity 2017.1.0f1: Versionsseite | 26. Juni 2017 |
| Unity 2017.1.0f3: Versionsseite | 10. Juli 2017 |
| Introducing Unity 2017: Produktankündigung | 11. Juli 2017 |
Die f3-Hinweise führen außerdem Multi-Display-Unterstützung für UWP und Änderungen an der Zusammenarbeit auf. Sie nennen weiterhin bekannte Fehler, darunter Probleme mit AudioSource am VideoPlayer unter Windows und mit bestimmten MSAA-Konfigurationen auf Pixel Daydream. Eine veröffentlichte Version ist deshalb kein Nachweis für die Fehlerfreiheit jedes Projekts.
Neue Lizenzreihe statt Fortsetzung der Unity-5-Dauerlizenz
Unity 2017.1 wurde für aktive Personal-, Plus- und Pro-Pläne angeboten. Für die alte Unity-5-Dauerlizenz war 5.6 das letzte Update. Daraus folgt nicht, dass sämtliche Angebote kostenpflichtig waren.
Unity hatte auf der GDC 2017 bereits eine Beta der neuen Reihe für April angekündigt. Die Juli-Mitteilung dokumentiert die Veröffentlichung, nicht diese frühere Planung. Für eine Projektmigration müssen konkret eingesetzte Pakete, Skripte und Zielgeräte geprüft werden; die Funktionsliste allein beziffert diesen Aufwand nicht.

