ironSource beschreibt in einem am 25. Juni 2017 veröffentlichten Beitrag, wie spielbare Anzeigen auch für Nicht-Spiele-Apps funktionieren können. Das Thema knüpft an die zuvor beschriebenen interaktiven Werbeformate für Mobile Games an, verschiebt den Schwerpunkt aber auf Anwendungen aus anderen Bereichen.
Nach Angaben von ironSource erzielen Playable Ads eine bis zu siebenmal höhere Klickrate als klassische Videowerbung und eine doppelt so hohe Bindungsrate. Die Werte stammen aus der damaligen Analyse des Anbieters. Als weiteres Beispiel nennt der Beitrag den Mobile-Games-Entwickler Jam City, der mit einer spielbaren Anzeige einen um 158 Prozent höheren durchschnittlichen Umsatz pro Installation gemessen habe.
Playable Ads für Nicht-Spiele-Apps
Für Reise-, Liefer- oder Shopping-Apps schlägt ironSource kurze Minispiele vor, die einen thematischen Bezug zur jeweiligen Anwendung haben. Ein Reiseangebot könnte etwa Buchstaben zu einem Zielort zusammensetzen lassen, während ein Lieferdienst ein kleines Puzzle mit einem Gericht verbindet. Die Interaktion muss nicht den eigentlichen Ablauf der App abbilden, soll aber in einem kurzen Werbefenster verständlich bleiben.
Passt ein Spielprinzip nicht zum Angebot, kommen interaktive Endkarten oder freiwillige Videoformate infrage. Nutzer können dabei zwischen Inhalten wählen oder eine Anzeige durch eigene Eingaben beeinflussen. Für Studios und Vermarkter entsteht damit ein Format, das Teile der Bedienung vor der Installation testet.
Messdaten aus der Werbeinteraktion
Die Interaktion liefert laut Quelle auch dann Daten, wenn keine Installation folgt. Anbieter können erkennen, an welcher Stelle Nutzer abbrechen oder bei welcher Eingabe sie hängen bleiben. Diese Informationen lassen sich für die nächste Version der Anzeige und für die Gestaltung der beworbenen App auswerten. ironSource empfiehlt für ungeeignete Playable Ads unter anderem interaktive Elemente und opt-in Formate wie Rewarded Video.

