Razer beendet Zusammenarbeit mit brasilianischer Streamerin

Razer Brasil kündigte am 24. Juni 2019 an, den Vertrag mit der Streamerin Gabriela Cattuzzo nicht zu verlängern. Vorausgegangen waren umstrittene Beiträge der Influencerin auf Twitter und eine öffentliche Debatte über den Umgang mit sexistischen Kommentaren.

Razer stellte in seiner Erklärung klar, dass Cattuzzo keine offizielle Sprecherin oder Markenbotschafterin gewesen sei. Sie gehörte zu einem Influencer-Team, das Produkte des Unternehmens vorstellte. Die brasilianische Razer-Niederlassung erklärte zugleich, dass die Aussagen einzelner Influencer nicht automatisch die Position des Unternehmens wiedergäben.

Vertrag läuft aus

Nach Angaben von Razer sollte der bestehende Vertrag in den folgenden Tagen auslaufen und nicht verlängert werden. Das Unternehmen begründete die Entscheidung mit seiner Ablehnung von Diskriminierung und Intoleranz. Eine dauerhafte Sperre aus dem gesamten Creator-Programm wurde in der Erklärung nicht genannt.

Influencer-Programme als Markenkanal

Der Fall zeigte, wie eng Influencer-Verträge mit der öffentlichen Markenwahrnehmung verbunden sind. Razer baute sein internationales Geschäft schon damals über lokale Communities und Creator aus. Einzelne Beiträge können dabei eine vertragliche Prüfung auslösen, auch wenn sie nicht im Auftrag des Unternehmens veröffentlicht wurden.

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