Ubisoft startete am 22. Juni 2017 die experimentelle Watson-Sprachsteuerung für Star Trek: Bridge Crew. Die archivierte Herstellermeldung nennt 17 Uhr britischer Sommerzeit als Beginn der Beta, entsprechend 18 Uhr in Deutschland. Das System richtet sich an Kapitäne mit computergesteuerten Besatzungsmitgliedern.
Nach Zustimmung zu den Nutzungsbedingungen lassen sich Befehle bei gedrückter Orders-Taste aussprechen. Ubisoft beschreibt reine KI-Besatzungen und gemischte Gruppen aus Menschen und KI. Eine Sprachsteuerung menschlicher Mitspieler wird damit nicht eingeführt. Abschalten lässt sich die Erkennung unter Options, Audio, Voice Recognition.
Spracherkennung und Befehlsauswertung
IBM hatte im Mai Speech to Text und Watson Conversation als Dienste hinter der VR Speech Sandbox beschrieben. Der Ansatz verbindet die Umwandlung gesprochener Sprache mit der Interpretation einer Anweisung. Die Kooperation war zunächst angekündigt worden; erst die Juni-Meldung bestätigt den Beginn der spielbaren Beta.
Die historische Entwicklerdokumentation der Sandbox mit Stand vom 6. Juni 2017 beschreibt ein Unity-Beispiel für HTC Vive mit Bluemix-Diensten. Das Beispielprojekt ist nicht der Quellcode von Bridge Crew. Aus der Unity-Anleitung lässt sich daher nicht ableiten, welche Engine das veröffentlichte Spiel verwendet.
Für VR-Design ist die Eingabemethode Teil der Interaktion: Bereits auf der GDC 2017 behandelte Thomas Bedenk Präsenz und Handlungsmacht in virtuellen Umgebungen. Eine Sprachschnittstelle kann eine Menüauswahl ersetzen. Ob eine konkrete Anweisung zuverlässig erkannt wird, muss jedoch separat getestet werden; die Ankündigung liefert keinen unabhängigen Genauigkeitsvergleich.
Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert den Beta-Start vom Juni 2017, nicht den heutigen Betriebs- oder Supportstand der Sprachdienste.

