Ein am 15. Juni 2017 veröffentlichter Beitrag aus dem ironSource-Blog, der heute über Unity abrufbar ist, beschreibt interaktive Werbeformate für Mobile Games. Anders als klassische Videoanzeigen lassen sich diese Formate während der Ausspielung bedienen.
Der Beitrag unterscheidet interaktive Anzeigen, interaktive Videos, interaktive Endkarten und spielbare Anzeigen. Bei einer spielbaren Anzeige testen Nutzer einen kurzen Abschnitt aus dem beworbenen Spiel. Die Handlung ist freiwillig und kann etwa durch Hinweise, eine Gewinn- oder Verlustsituation sowie eine begrenzte Auswahl an Eingaben aufgebaut sein. Die offizielle Beschreibung spielbarer Anzeigen führt dieses Format als eigene Werbeeinheit.
Vier Formate für die Nutzergewinnung
Interaktive Videos ergänzen einen normalen Werbefilm um steuerbare Elemente. Endkarten können nach einem 15- bis 30-sekündigen Video eine Auswahl oder einen kurzen Produkttest anbieten. Klassische interaktive Anzeigen reichen von Filterproben bis zu kleinen Bedienaufgaben. Für Studios entsteht damit eine Werbefläche, in der Teile der Spielidee vor der Installation ausprobiert werden können.
Messbare Wege vom Werbekontakt zur Installation
ironSource nennt höhere Konversions- und Bindungsraten, einen möglichen Anstieg des Lifetime Value und zusätzliche Markendaten als Ziele des Formats. Besonders relevant für die Entwicklung ist der Interaktionspfad: Auch wenn keine Installation folgt, können Anbieter sehen, an welcher Stelle Nutzer abbrechen oder welche Eingabe sie wählen. Diese Daten können laut Quelle in die Gestaltung der Anzeige und der beworbenen App einfließen.
Die Unity-Engine war bereits vor dem Ausbau interaktiver Werbeformate ein Werkzeug für Projekte auf mehreren Plattformen. Für Mobile-Games-Teams verbindet sich damit die technische Produktion des Spiels mit einer Werbeform, die Teile der Bedienung in den Akquisitionsprozess vorzieht.

