Xbox One: Abwärtskompatible Xbox-360-Spiele werden selten genutzt

Eine Analyse von Ars Technica kommt zu dem Ergebnis, dass abwärtskompatible Xbox-360-Spiele nur einen kleinen Teil der Nutzungszeit auf der Xbox One ausmachen. Die Auswertung basiert auf zufällig ausgewählten Nutzungsdaten von knapp einer Million aktiver Xbox-Live-Gamertags und wurde am 6. Juni 2017 veröffentlicht. Die Analyse von Ars Technica wurde später um zusätzliche Angaben von Microsoft ergänzt.

Rund 1,5 Prozent der erfassten Nutzungszeit

Im untersuchten Zeitraum von knapp fünf Monaten ab September 2016 entfielen rund 1,5 Prozent von mehr als 1,65 Milliarden erfassten Nutzungsminuten auf die mehr als 300 abwärtskompatiblen Xbox-360-Spiele. Pro aktivem Nutzer ergab die Stichprobe durchschnittlich 23,9 Minuten mit Xbox-360-Spielen gegenüber 1.526 Minuten Xbox-One-Nutzung.

Das meistgenutzte abwärtskompatible Spiel in der Stichprobe war Call of Duty: Black Ops. Es kam auf drei bis vier von 1.000 aktiven Xbox-Live-Nutzern. Kein anderes abwärtskompatibles Spiel erreichte bei der Zahl der eindeutigen Nutzer die Top 100 der Xbox-One-Anwendungen.

Analyse statt offizieller Xbox-Statistik

Die Zahlen stammen nicht aus einer Veröffentlichung von Microsoft, sondern aus einer Auswertung eines Drittanbieterprogramms durch Ars Technica. Microsoft hatte Ende 2015 für den ersten Monat der Funktion rund neun Millionen Spielstunden genannt. Die beiden Angaben beziehen sich auf unterschiedliche Zeiträume und Methoden.

Die Abwärtskompatibilität war 2015 als Xbox-One-Funktion angekündigt worden. Die damalige Vorstellung und die spätere Ausweitung des Katalogs sind im Bericht zur Xbox-One-Abwärtskompatibilität dokumentiert. Die neue Analyse beschreibt dagegen vor allem, wie häufig die Funktion im untersuchten Alltag tatsächlich genutzt wurde.

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