Microsoft veröffentlichte am 10. Mai 2017 Version 1.0 der PowerShell-Erweiterung für Visual Studio Code. Sie verbindet Skriptbearbeitung, Analyse und Debugging in einem plattformübergreifenden Editor. Die Veröffentlichung erfolgte zusammen mit PowerShell Core 6.0 Beta 1, nicht mit einer fertigen Core-Version.
Für Windows nennt Microsoft Windows 7 bis 10 mit PowerShell ab Version 3. Linux und macOS benötigen die Core-Linie. Zur Erweiterung gehören eine integrierte Konsole, PSScriptAnalyzer und ein Formatierer. Die Zusage stabiler öffentlicher APIs bezieht sich auf künftige 1.x-Versionen der Erweiterung.
Skriptargumente direkt beim Debugging eingeben
Die Release Notes von Version 1.0.0 beschreiben eine neue Eingabe für Skriptargumente. In launch.json aktiviert ${command:SpecifyScriptArgs} den Dialog. Bei späteren Aufrufen erscheinen die zuvor verwendeten Argumente erneut. Außerdem richtet der Formatierer Zuweisungen in Hashtabellen aus; eine Einstellung kann das abschalten.
Für Build- und QA-Skripte erleichtert eine solche Eingabe das Prüfen verschiedener Parameter, ohne die Debug-Konfiguration jedes Mal neu zu schreiben. Das ist ein Bedienungsvorteil, keine Garantie für identische Ergebnisse auf verschiedenen Betriebssystemen. Pfade und externe Programme müssen weiterhin zum jeweiligen System passen.
Editorwechsel ohne Abschaffung der ISE
Microsoft konzentriert die Entwicklungsarbeit auf Visual Studio Code, will die Windows PowerShell ISE aber nicht entfernen. Die Öffnung von PowerShell für Linux und macOS hatte zuvor die Grundlage für diese gemeinsame Editorumgebung geschaffen.
Dieser Archivbeitrag beschreibt den Stand vom Mai 2017. Das offizielle Motiv zeigt Visual Studio Code mit dem damaligen Kimbie-Dark-Theme, nicht die PowerShell-Erweiterung oder ein eigenes Testergebnis.

