Das Edge-Entwicklungsteam hat am 19. April 2017 eine umfassende Überarbeitung des DOM-Baums beschrieben. Die
technische Analyse von Microsoft fasst einen Refactor zusammen, an dem über drei Jahre gearbeitet wurde. Ziel waren eine robustere Implementierung und kürzere Zugriffszeiten auf Dokumentstrukturen.
Der Document Object Model Baum bildet HTML-Dokumente als miteinander verbundene Knoten ab. In der älteren Edge-Implementierung lagen dafür mehrere Objekttypen und zusätzliche Verwaltungsstrukturen nebeneinander. Microsoft entfernte unter anderem TreePos, TreeNode und eine separate Splay-Tree-Struktur, um die Zahl der beteiligten Ebenen zu verringern.
Vier Zeiger ersetzen ältere Verwaltungsstrukturen
Die neue Struktur arbeitet mit Zeigern auf den übergeordneten Knoten, das erste Kind, das nächste Geschwisterelement und das vorherige Geschwisterelement. Dadurch konnten Zugriffe auf Nachbarelemente direkter erfolgen. Laut Microsoft sank der Anteil der Zuverlässigkeitsprobleme, die dem DOM-Baum zugeordnet wurden, von 28 Prozent auf rund 10 Prozent der entsprechenden Fehlerklasse.
Microsoft maß außerdem mit Speedometer. Die erste Umstellung verkürzte die Laufzeit des Benchmarks um rund 30 Prozent gegenüber der Ausgangsbasis. Mit dem Creators Update kam nach Angaben des Teams eine weitere Verbesserung um 35 Prozent hinzu. Die Arbeit an DOM- und Rendering-Strukturen war damit auch für Anwendungen relevant, die browserbasierte Werkzeuge oder interaktive Oberflächen nutzen. Ein älterer
WebGL-Quellcode von Edge zeigt den Plattformbezug dieser Browsertechnik.