Docker hat am 18. April 2017 LinuxKit als Open-Source-Werkzeugsammlung für angepasste Linux-Subsysteme veröffentlicht. Systemdienste laufen in Containern; nicht benötigte Komponenten lassen sich weglassen oder austauschen. Docker nennt für eine minimale Konfiguration 35 MB. Das ist eine Herstellerangabe, kein eigener Größenvergleich.
Mit Microsoft war die Integration in Hyper-V vorgesehen, um Linux-Container auch auf Windows-Plattformen bereitzustellen. Die Ankündigung beschreibt gemeinsame weitere Arbeit, keine bereits abgeschlossene Auslieferung an sämtliche Windows-Nutzer.
LinuxKit war zum Start noch nicht produktionsreif
Die versionierte Projektdokumentation vom Veröffentlichungstag bezeichnet den überarbeiteten Code ausdrücklich als noch nicht für den Produktivbetrieb geeignet. Produktionsreife war für das zweite Quartal 2017 geplant. Dieser Zeitplan ist kein Nachweis, dass sie bis dahin erreicht wurde.
Der damalige Stand beschreibt YAML-Konfigurationen für Kernel, Initialisierung, Startaufgaben, dauerhafte Dienste und Ausgabeformate. Images konnten gebaut und in Testumgebungen gestartet werden. Das Projekt stand unter der Apache-2.0-Lizenz. Die verlinkte Fassung hält den historischen Stand fest, statt heutige Befehle und Funktionen auf 2017 zu übertragen.
Microsoft hatte bereits 2016 Hyper-V-Container und eine Docker-Engine in Windows 10 Insider Preview Build 14361 aufgenommen. LinuxKit verfolgt einen anderen Ansatz: eine gezielt zusammengestellte Linux-Umgebung. Für Build- und QA-Teams müssen das Betriebssystem-Image und die darin ausgeführten Projektwerkzeuge getrennt versioniert und geprüft werden.
Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert den Start im April 2017, nicht die heutige LinuxKit-Version. Die damalige Vorabqualität ist für eine Bewertung der angekündigten Einsatzmöglichkeiten wesentlich. Das heutige offizielle Docker-Unternehmensmotiv dient als Symbolbild und zeigt keinen Systemstand von 2017.

