Microsoft hat am 18. April 2017 mehrere Dateisystemverbesserungen für das Windows Subsystem for Linux angekündigt. Im Mittelpunkt standen der Zugriff auf Windows-Laufwerke über DrvFs, neue Mount-Optionen und eine bessere Zusammenarbeit zwischen Windows- und Linux-Dateirechten.
DrvFs konnte Windows-Laufwerke nun manuell über den Befehl `mount` einbinden. Dabei ließen sich unter anderem Optionen für Groß- und Kleinschreibung, Dateiberechtigungen und die Sichtbarkeit von Windows-Dateien festlegen. Zusätzlich unterstützte WSL den Zugriff auf Netzlaufwerke, die bereits in Windows eingebunden waren.
Mounts und Berechtigungen für gemischte Projekte
Für Linux-Dateien ergänzte Microsoft Optionen, mit denen sich Besitzer und Zugriffsrechte aus Windows heraus abbilden ließen. Die Einstellungen wurden in einer Konfigurationsdatei im Linux-Dateisystem gespeichert. Das erleichterte Workflows, bei denen Quellcode und Werkzeuge aus beiden Umgebungen auf dieselben Dateien zugreifen. Die Neuerungen waren für Entwickler relevant, die Windows als Arbeitsumgebung nutzten, aber Linux-basierte Build-, Test- oder Kommandozeilenwerkzeuge benötigten. Spiele- und Middleware-Teams konnten damit vorhandene Skripte und Build-Schritte leichter in einen Windows-Workflow einbinden. Microsoft veröffentlichte die Funktionen zunächst für Windows-Insider-Builds.Die Erweiterung baute auf der früher beschriebenen Dateisystemschicht von WSL auf.

