Nvidia hat FCAT VR am 15. März 2017 zum kostenlosen Download veröffentlicht. Das Werkzeug erfasst und analysiert die Leistung von VR-Spielen. Die offizielle Videovorstellung begleitet die Anleitung.
Erfasst werden unter anderem Bildzeiten, verworfene Bilder und synthetisch erzeugte Frames. Die Daten stammen aus Treiberstatistiken, Oculus-Laufzeitereignissen über Event Tracing for Windows sowie der SteamVR-Performance-API. Die Anleitung behandelt Oculus Rift und HTC Vive.
Aufzeichnung und Auswertung getrennt
FCAT VR Capture schreibt Messdaten in CSV-Dateien. FCAT VR Analyzer erstellt daraus Diagramme; die Anleitung nennt Python, Anaconda und pyqtgraph für die Auswertung. Die offizielle Download- und Dokumentationsseite führt die zugehörigen Dateien.
Die Unterscheidung zwischen neu gerenderten und synthetischen Frames ist für QA wichtig: Die Bildausgabe allein zeigt nicht, wie viele Bilder die Anwendung tatsächlich neu berechnet hat. Ein Ergebnis muss deshalb den verwendeten Runtime-Modus und die Einstellungen mitführen. Das ist eine redaktionelle Folgerung für die Dokumentation eines Tests, kein eigener Benchmark.
Valve hatte 2016 den SteamVR Performance Test zur Prüfung von VR-PCs veröffentlicht. Eine grundsätzliche Eignungsprüfung ersetzt aber keine Messung innerhalb einer konkreten Anwendung. Unterschiedliche Spielszenen und Grafikeinstellungen dürfen nicht unbemerkt in einen Hardwarevergleich eingehen.
Archivhinweis: Der Beitrag beschreibt die Veröffentlichung vom März 2017. Die heute erreichbare Downloadseite führt auch spätere Dateien auf. Diese sind keine Belege für den damaligen Versionsumfang. Das offizielle Nvidia-Motiv ist ein Symbolbild, kein Messergebnis der Redaktion.

