NVIDIA hat am 5. Februar 2017 die Quadro GP100 und fünf weitere Pascal-Grafikkarten für professionelle Workstations vorgestellt. Die offizielle NVIDIA-Mitteilung nennt Design, Simulation, Rendering, virtuelle Realität und Deep Learning als Einsatzbereiche der neuen Baureihe.
Die Quadro GP100 arbeitet mit 3.584 CUDA-Kernen und 16 GB HBM2. Laut dem offiziellen Datenblatt erreicht der Speicher eine Bandbreite von bis zu 717 GB pro Sekunde. Zwei GP100-Karten lassen sich über NVLink verbinden und können bei unterstützter Software auf 32 GB gemeinsamen HBM2-Speicher zugreifen.
GPU für Rendering und virtuelle Realität
NVIDIA positionierte die GP100 für photorealistische Entwürfe, umfangreiche 3D-Modelle und rechenintensive Simulationen. Die Karte war als VR-Ready ausgewiesen und sollte auch Deep-Learning-Entwicklung unter Windows und Linux beschleunigen. Für Spieleentwickler ist diese Workstation-Klasse vor allem bei großen Szenen, Editoransichten und VR-Tests interessant.
Das Datenblatt führt vier DisplayPort-1.4-Anschlüsse und Unterstützung für bis zu vier 5K-Displays mit 60 Hz oder vier 4K-Displays mit 120 Hz auf. Genannt werden außerdem DirectX 12, Vulkan, OpenGL, CUDA, DirectCompute und OpenCL. Der Energiebedarf der Karte liegt bei 235 Watt.
Pascal-Baureihe für professionelle Teams
Neben der GP100 umfasste die Vorstellung die Modelle Quadro P4000, P2000, P1000, P600 und P400. NVIDIA kündigte die Verfügbarkeit ab März 2017 über Workstation-Hersteller wie Dell, HP, Lenovo und Fujitsu an. Die vollständige Pascal-Familie sollte mit CUDA 8 und den dazugehörigen Entwicklerbibliotheken arbeiten.
Die Vorstellung ergänzte die bereits zuvor eingeführten Quadro P6000 und P5000. NVIDIA baute damit seine professionelle Pascal-Reihe für Visualisierung und 3D-Produktion weiter aus.

