Zwei neue Saugroboter für den Markt und ein kletterndes Konzept ohne Starttermin: Roborock nutzt die IFA 2026 für die Europapremiere des Saros 20 Flow Complete und des Saros 20 Neo. Auch der bereits im Januar vorgestellte Treppen-Roboter Saros Rover kommt erstmals nach Europa.
Flow und Neo arbeiten beide mit 36.000 Pascal, unterscheiden sich aber beim Wischen und in der Bauhöhe. Der Rover bleibt dagegen ein Entwicklungsprojekt, das Roborock weder mit einem Preis noch mit einem Veröffentlichungszeitraum verbindet.
Saros 20 Flow Complete wischt mit einer selbstreinigenden Walze
Beim Saros 20 Flow Complete steht das neue SpiraFlow-2.0-System im Zentrum. Eine Walze wird über 16 Wasserauslässe fortlaufend mit Frischwasser versorgt. Nach Herstellerangaben arbeitet sie mit bis zu 15 Newton Anpressdruck und 240 Umdrehungen pro Minute. Die Station wäscht die Walze mit bis zu 100 Grad Celsius heißem Wasser.

Für das Saugen nennt Roborock 36.000 Pascal. Eine einziehbare LiDAR-Einheit und kameragestützte Hinderniserkennung sollen mehr als 300 Objektarten unterscheiden. Fährt der Sensor unter niedrigen Möbeln ein, kommt das 8,98 Zentimeter hohe Gehäuse auch dort weiter. Bei gestuften Doppelschwellen verspricht der Hersteller unter festgelegten Testbedingungen insgesamt bis zu 8,8 Zentimeter.
Saros 20 Neo setzt auf rotierende Wischmopps
Der Saros 20 Neo misst 7,98 Zentimeter in der Höhe. Durch passive Kompression soll er sich kurzzeitig durch 7,95 Zentimeter niedrige Bereiche bewegen können, wobei das Gehäuse den Untergrund berühren kann. Auch der Neo soll mit seinem anhebbaren Chassis Doppelschwellen von zusammen bis zu 8,8 Zentimetern überwinden.

Anders als der Flow setzt der Neo auf rotierende Wischmopps. Sie arbeiten mit warmem Wasser, bis zu 14 Newton Anpressdruck und 200 Umdrehungen pro Minute. Die Station reinigt die Mopps mit bis zu 100 Grad heißem Wasser, dosiert Reinigungsmittel und trocknet anschließend mit Warmluft. Eine Akkuladung soll laut Roborock für bis zu 350 Quadratmeter Wohnfläche in einem Durchgang reichen.
Treppen-Rover bleibt ein Entwicklungsprojekt
Der Saros Rover kombiniert zwei unabhängig bewegliche Radbeine mit Bewegungssensoren und räumlicher 3D-Erfassung. Er kann seinen Körper anheben, Neigungen ausgleichen, Hindernisse übersteigen und kleine Sprünge ausführen. Auf diese Weise soll der Roboter mehrere Stockwerke erreichen und Stufen während der Fahrt reinigen.

Ganz neu ist das Konzept nicht: Roborock hatte den Rover bereits im Januar auf der CES vorgestellt, worüber wir in unserem ersten Bericht zum Treppen-Roboter geschrieben haben. In Berlin folgt nun die Europapremiere, am Entwicklungsstatus ändert sich aber nichts. Roborock nennt weiterhin keinen bestätigten Veröffentlichungstermin.
Zu sehen sind die drei Modelle vom 4. bis 8. September in Halle 9 am Stand 111 auf der IFA 2026 in Berlin. Preise und Markttermine für den Saros 20 Flow Complete und den Saros 20 Neo stehen noch aus.
