Das darktable Project hat am 24. Dezember 2016 Version 2.2.0 veröffentlicht. Die neue Ausgabe der Open-Source-Bildbearbeitung bringt unter anderem eine automatische Perspektivkorrektur, ein Modul für Color Look Up Tables und Verbesserungen an der RAW-Verarbeitung.
Die offiziellen Release Notes nennen mehr als 360 behobene Fehler sowie Anpassungen an Kameraunterstützung, Speicherverwaltung und verschiedenen Bearbeitungsmodulen. Beim Wechsel von darktable 2.0.x bleiben vorhandene Bearbeitungen erhalten. Eine Rückkehr zur älteren Versionsreihe ist nach der Aktualisierung laut Projekt nicht vorgesehen.
Perspektive, Farben und Belichtung
Die automatische Perspektivkorrektur soll stürzende Linien in Fotos anhand erkannter Bildkanten ausgleichen. Das neue CLUT-Modul verändert Farben über Look-up-Tabellen. Zusammen mit dem Werkzeug darktable-chart können daraus eigene Stile für wiederkehrende Bearbeitungsschritte entstehen.
Für technische Teams ist darktable vor allem bei der Aufbereitung von Fotos, Referenzmaterial und Dokumentation interessant. Die Software richtet sich nicht als Spiele-Engine an Entwickler, kann aber in Produktionsumgebungen für Marketingbilder, Messeaufnahmen oder visuelle Referenzen eingesetzt werden. Ein früherer Bericht zu darktable 1.6.4 dokumentiert die Entwicklung der Bildbearbeitung vor dem Versionssprung.
