Das Git-Projekt hat am 29. November 2016 Version 2.11.0 veröffentlicht. Der offizielle Release-Commit bestätigt den Termin. Die Release Notes zu Git 2.11 führen die Änderungen für Entwickler und Administratoren auf.
Bei Pfadangaben warnt Git 2.11 künftig, wenn ein leerer String als Pathspec für „alles“ verwendet wird. Die Release Notes empfehlen stattdessen einen expliziten Punkt. Damit reagiert die Versionsverwaltung auf ein Fehlerrisiko bei Skripten, die Dateien automatisiert entfernen.
Git passt Abkürzungen an große Repositories an
Die Darstellung verkürzter Objektkennungen skaliert in Git 2.11 mit der Größe eines Repositorys. Bisher war die Standardlänge auf sieben Hexadezimalstellen festgelegt. Die neue Berechnung berücksichtigt die Zahl der Objekte und soll dadurch auch bei umfangreichen Quelltextbeständen eindeutige Abkürzungen ermöglichen. Für Teams mit großen Spielprojekten ist das vor allem bei Logs, Reviews und automatisierten Abläufen relevant.
Submodule und Diff-Ausgaben erhalten neue Optionen
„git clone –recurse-submodules“ kann mit einem Referenz-Repository nun auch Objekte aus den eingebundenen Submodulen übernehmen. Das reduziert bei passenden lokalen Kopien die Datenübertragung beim Einrichten eines Arbeitsbaums. Für Submodule ergänzt Git außerdem „–submodule=diff“, das die Änderungen zwischen den gebundenen Commits direkt als Patch ausgibt.
Weitere Änderungen betreffen unter anderem die Konfiguration von „git diff“ und die Bedienoberfläche von git-gui. Der neue Stand baut damit auf Funktionen auf, die zuvor bereits in Git LFS für große Entwicklungsprojekte beschrieben wurden.
