JetBrains hat am 21. November 2016 das Early Access Program von Rider für alle Interessierten geöffnet. Die .NET-Entwicklungsumgebung läuft unter Windows, macOS und Linux. Sie verbindet die IntelliJ-Oberfläche mit ReSharper als getrenntem Sprachdienst. Der Hersteller bezeichnet die Vorschau ausdrücklich noch nicht als vollständig.
Für .NET Core, dessen erste stabile Version seit Juni verfügbar ist, ergänzt Rider eine plattformübergreifende IDE. Das neue Programm lädt außerdem Visual-Studio-Solutions und MSBuild-Projekte. NuGet-Verwaltung, Ausführung, Debugging sowie NUnit- und xUnit-Tests gehören zum beschriebenen Funktionsumfang.
Unity-Debugging ist bereits möglich
Ein zusätzliches Unity3dRider-Plug-in verbindet den Unity-Editor mit Rider. Das mitgelieferte ReSharper-Unity-Plug-in ergänzt unter anderem Unity-Methoden und berücksichtigt die unterstützte C#-Sprachversion. Über „Attach to local process“ kann der Debugger an eine laufende Unity-Instanz angehängt werden. Für Studios betrifft das sowohl das Bearbeiten von C#-Skripten als auch die Fehlersuche im laufenden Projekt.
Xamarin und .NET-Core-Tests haben noch Grenzen
Bei Xamarin steht die Integration dagegen noch am Anfang. JetBrains nennt zunächst vorhandene Bearbeitungsfunktionen für Xamarin.Forms-XAML und weitere geplante Arbeiten. Auch .NET-Core-Tests funktionieren noch nicht in sämtlichen Konstellationen, etwa bei bestimmten Nicht-Windows-Projekten mit zusätzlichem .NET-Framework-Ziel. Die Funktionsbeschreibung der ersten öffentlichen Vorschau ist deshalb nicht als Zusage einer vollständig ausgebauten Xamarin-IDE zu verstehen.
JetBrains erweitert damit sein Angebot eigenständiger Entwicklungsumgebungen. Mit CLion hatte das Unternehmen bereits eine plattformübergreifende IDE für C und C++ veröffentlicht. Rider richtet sich nun an .NET- und Unity-Projekte, bleibt in dieser Veröffentlichung aber ein Early-Access-Produkt.

