AMD erweitert ROCm für Polaris und GPU-Berechnungen

AMD hat am 14. November 2016 auf der Supercomputing Conference SC16 eine neue Version der Radeon Open Compute Platform, kurz ROCm, vorgestellt. Die offizielle Mitteilung von AMD nennt erweiterten Support für Radeon-GPUs, neue Mathematikbibliotheken und zusätzliche Werkzeuge für die Entwicklung heterogener Anwendungen.

ROCm richtet sich an Teams, die Rechenaufgaben auf GPUs und CPUs verteilen. Die Plattform basiert auf offenen Komponenten und soll die Entwicklung leistungsfähiger Anwendungen unter Linux vereinfachen. Damit ist sie auch für technische Produktionsumgebungen interessant, in denen Rendering, Simulation oder andere GPU-Workloads mit reproduzierbaren Entwicklungswerkzeugen umgesetzt werden.

Polaris-Grafikkarten und Linux-Container

Die neue Fassung unterstützt laut AMD alle Grafikprodukte mit Polaris-Architektur. Genannt werden die Radeon RX 460, RX 470 und RX 480 sowie die professionellen Radeon Pro WX 7100, WX 5100 und WX 4100. Hinzu kommen Docker-Container für ROCm-Anwendungen und die Virtualisierung per KVM-Passthrough unter Linux.

HIP erleichtert die Übertragung von CUDA-Anwendungen

Ein weiterer Baustein ist die Heterogeneous-compute Interface for Portability, kurz HIP. Mit HIPIFY sollen sich CUDA-Anwendungen automatisiert in die HIP-Kernelsprache und die zugehörige Laufzeitumgebung übertragen lassen. AMD ergänzte außerdem Bibliotheken für BLAS, schnelle Fourier-Transformationen und mehrdimensionale Tensorberechnungen. Unterstützung für OpenCL sowie weitere Prozessoren, darunter künftige Zen-Chips, Cavium ThunderX und IBM Power 8, kündigte das Unternehmen für kommende Versionen an.

Die Veröffentlichung knüpfte an AMDs frühere Entwicklerangebote für Grafik- und VR-Anwendungen an. Ein Bericht zu AMDs Geschäft im dritten Quartal 2016 beschreibt den zeitnahen Hardwarekontext mit Polaris-GPUs und steigenden Grafikumsätzen.

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