Gameforge: Rückzug aus Mobile Games und Stellenabbau 2016

Gameforge kündigte im Oktober 2016 den vollständigen Rückzug aus Mobile Games an. Die entsprechende Entwicklung in Karlsruhe sollte eingestellt werden. Die Unternehmensmitteilung vom 24. Oktober nennt nahezu ein Fünftel der Arbeitsplätze am Standort als betroffen. Sie ist im Portal des Karlsruher Kultur- und Kreativwirtschaftsbüros erhalten.

PC-Publishing statt mobiler Eigenentwicklung

Der Umbau sollte über mehrere Wochen und Monate erfolgen und alle Unternehmensbereiche erfassen. Ein wesentlicher Teil des Stellenabbaus entfiel laut Mitteilung auf die Mobile-Games-Sparte. Gameforge wollte sich auf das Publishing von PC-Spielen konzentrieren.

Alexander Rösner, damals Gründer und CEO, begründete die Entscheidung mit schwächerem Erfolg als erwartet. Er sah bessere Möglichkeiten im PC-Free-to-Play-Geschäft und beschrieb den mobilen Markt als schwieriger. Für freigestellte Beschäftigte kündigte das Unternehmen Unterstützung bei der Stellensuche an.

Unternehmensentscheidung ist keine Marktstatistik

Rösners Bewertung erklärt die Entscheidung aus Sicht der Geschäftsführung. Aus ihr folgt weder ein allgemeiner Rückgang des Mobile-Games-Marktes noch ein Nachweis, dass PC-Publishing für jedes Studio rentabler wäre. Die Mitteilung enthält keine vergleichbaren Projektkosten oder Erlöse.

Oscar Clark hatte bereits 2014 die Sichtbarkeit und Vermarktung von Mobile-Spielen als wirtschaftliches Problem für Entwickler beschrieben. Seine Analyse und Gameforges Rückzug betreffen unterschiedliche Ebenen: die Entdeckung einzelner Spiele und die Entscheidung eines Unternehmens über seine Produktions- und Publishingstruktur.

Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert die Ankündigung von Oktober 2016, keine aktuelle Personalmaßnahme. Die damalige Mitteilung nennt keine absolute Zahl betroffener Stellen. Das offizielle Firmenlogo dient als Symbolbild und ist keine Aufnahme des damaligen Umbaus.

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