Raspberry Pi und Arduino: nRF24-Funk für interaktive Prototypen

Ein am 21. Oktober 2016 veröffentlichtes Tutorial von Felix zeigt eine Funkverbindung zwischen Raspberry Pi und Arduino über nRF24L01+-Module. Im Beispiel sendet ein Taster am Pi einen Befehl, mit dem ein Arduino eine LED schaltet. Das Video des Tutorial-Autors illustriert den Aufbau.

Die Module werden über SPI angesprochen. Für die Kommunikation verwendet das Projekt die RF24-Bibliothek. Ein historischer Quellstand aus dem RF24-Projekt dokumentiert die damals verfügbare Bibliothek, ohne heutige Installationsanweisungen als Stand von 2016 auszugeben.

2,4 GHz bedeutet nicht automatisch WLAN

Das Nordic-Datenblatt zum nRF24L01+ nennt Datenraten von 250 kbit/s, 1 Mbit/s und 2 Mbit/s sowie bis zu 32 Byte Nutzdaten pro Paket. Der Chip verwendet GFSK-Modulation. Ein Betrieb im 2,4-GHz-Band macht die Verbindung nicht zu WLAN und garantiert keine bestimmte Reichweite.

Ebenso lässt sich aus dem Frequenzband allein kein allgemeiner Datenmengenvorteil gegenüber jedem 433-MHz-System ableiten. Für einen Prototyp sind die konkret gewählte Funkhardware, Paketstruktur und Übertragungsrate relevant. Die maximalen 32 Byte eines nRF24-Pakets sind außerdem nicht mit 32 Bit gleichzusetzen.

Befehle für interaktive Prototypen

Für interaktive Installationen oder eigene Eingabegeräte kann ein solches Beispiel den Weg von einer Eingabe zur entfernten Reaktion veranschaulichen. Diese Anwendung ist eine redaktionelle Übertragung, kein Nachweis für einen fertigen Spielecontroller. Das LED-Beispiel belegt weder eine gemessene Eingabelatenz noch eine Xbox-Kompatibilität.

Der Raspberry Pi 3 brachte bereits im Februar 2016 WLAN und Bluetooth ab Werk mit. Das nRF24L01+-Modul nutzt dagegen eine eigene Funkverbindung. Das offizielle Produktbild des Raspberry Pi 3 illustriert den Einplatinenrechner, nicht die Verkabelung des Tutorials.

Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert das Projekt von 2016. Der Originaltext wurde später aktualisiert; Hinweise auf Raspberry Pi 4 und heutige Installationspakete sind hier nicht als damaliger Stand übernommen.

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