DGUV-Studie: Zwei Bildschirme steigern Leistung am Arbeitsplatz

Zwei Bildschirme können Büroaufgaben effizienter machen, ohne den Körper stärker zu belasten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, die am 6. Oktober 2016 veröffentlicht wurde. Verglichen wurden ein Arbeitsplatz mit einem 22-Zoll-Bildschirm und zwei Varianten mit je zwei Bildschirmen.

Für die Laboruntersuchung bearbeiteten zehn Personen drei standardisierte Aufgaben: einen Text abschreiben, zwei vermeintlich identische Texte vergleichen und Datensätze in eine Tabelle einsortieren. Das Forschungsteam erfasste unter anderem Körperhaltungen, Bewegungen, muskuläre Aktivitäten im Schulter- und Nackenbereich, Lidschlussfrequenz, Sehschärfe, Bildschirmabstand und die erzielte Leistung.

Keine zusätzlichen physiologischen Belastungen

Die Messungen ergaben keine signifikanten Hinweise auf physiologisch begrenzende Faktoren an den untersuchten Arbeitsplätzen. Das IFA sah deshalb keinen Anlass, die grundlegenden Präventionsempfehlungen für Bildschirmarbeit zu erweitern. Bei Leistung, Zufriedenheit und gemessener Lidschlussfrequenz schnitten die Doppelbildschirm-Arbeitsplätze in der Untersuchung besser ab.

Softwareergonomie gehört zur Arbeitsplatzplanung

Die Aufgabenstellung beeinflusste ebenfalls einzelne physiologische Messwerte. Die Studie betrachtet deshalb nicht nur die Anordnung der Monitore, sondern auch die Softwareergonomie als Faktor bei der Gestaltung eines Bildschirmarbeitsplatzes. Für Entwicklungs-, QA- und Content-Arbeitsplätze ist das ein praktischer Hinweis: Zusätzliche Fläche kann parallel geöffnete Werkzeuge erleichtern, der konkrete Nutzen hängt aber von der eingesetzten Software und der Arbeitsaufgabe ab.

Welche technischen Eigenschaften ein Bildschirm für Entwicklungs- und Grafikaufgaben zusätzlich erfüllen muss, beschreibt der ältere Beitrag 4K-Monitore 2015 anhand von Auflösung, Anschlüssen und Farbdarstellung.

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