LLVM 3.9 bringt ThinLTO und neue Zielplattformen

Das LLVM Project hat die Compiler-Infrastruktur LLVM 3.9 am 31. August 2016 veröffentlicht. Die offiziellen Release Notes nennen unter anderem ThinLTO, Änderungen an der LLVM Intermediate Representation und Erweiterungen für mehrere Zielplattformen.

ThinLTO parallelisiert die Link-Time-Optimierung

ThinLTO ergänzt die Link-Time-Optimierung um eine schlankere Analysephase. Die Backends können parallel in eigenen Threads arbeiten. Anwendungen, die die neue ThinLTO-API nutzen, erhalten damit eine weitere Option für optimierte Release-Builds, ohne den vollständigen Optimierungsaufwand klassischer LTO-Läufe zu übernehmen.

LLVM 3.9 aktualisiert außerdem die Unterstützung für ARM und MIPS und erweitert die Behandlung von GCC-ABI-Tags. Änderungen an der IR betreffen unter anderem die Repräsentation von Metadaten. Auch die Projekte Clang, LLDB, libc++ und OpenMP sind Teil der veröffentlichten Versionsfamilie.

Die Release Notes führen die Änderungen nach Teilprojekt und Zielarchitektur auf. Als Vergleich für die Entwicklung der Compiler-Funktionen dient der frühere Bericht zu LLVM und Clang 3.6. Die Binärpakete und Quellarchive von LLVM 3.9 stehen im offiziellen Release-Verzeichnis bereit.

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