Pascal und Polaris drücken die Preise älterer Grafikkarten

Nach dem Start der GeForce GTX 1070 und GTX 1080 sanken Mitte Juni 2016 die Preise älterer Grafikkarten deutlich. Betroffen waren vor allem GeForce-Modelle der Maxwell-Generation sowie AMD-Karten aus der Radeon-R300-Serie. Für PC-Spieler und Entwicklerarbeitsplätze öffnete sich damit ein günstigerer Zugang zu leistungsfähiger Grafik-Hardware.

Maxwell-Karten werden zu Restposten

Die günstigste GeForce GTX 960 war laut dem damaligen Preisvergleich für 169 Euro erhältlich, die GTX 970 für knapp 250 Euro. Eine GTX 980 kostete rund 390 Euro. Gegenüber den früheren Startpreisen entsprachen diese Werte Rückgängen von 15 Prozent bei der GTX 960 und deutlich mehr bei den größeren Modellen. Als Grund galten auslaufende Lieferungen der Maxwell-GPUs.

Die neue Pascal-Generation blieb zunächst teurer. Eine GeForce GTX 1070 startete bei etwa 460 Euro, während die GTX 1080 ungefähr doppelt so schnell wie eine GTX 970, aber fast dreimal so teuer war. Die Preisabstände waren damit für Spieleentwicklung, Rendering und anspruchsvolles PC-Gaming unmittelbar relevant.

Auch AMDs Radeon R9 380, 380X, 390 und 390X wurden günstiger und liefen nach der damaligen Einschätzung aus. Als kommendes Gegenstück galt die Radeon RX 480 mit Polaris-GPU. AMD stellte für das Modell eine Auflösung bis 2560 × 1440 bei weniger als 150 Watt in Aussicht. Eine Variante mit 4 GByte Speicher sollte in den USA 200 US-Dollar kosten. Die ältere Radeon-R300-Serie war damit bereits zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit Teil eines Generationswechsels.

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