Phil Spencer kündigte im Giantbomb-Interview vom 17. Juni 2016 an, dass Microsoft künftig wieder mehr eigene Spiele bei Steam veröffentlichen wolle. Gemeint waren Titel, bei denen Microsoft als Publisher auftritt. Die Aussage fiel während der Diskussion über die Universal Windows Platform und Microsofts PC-Strategie.
Als mögliche Beispiele nannte der damalige Xbox-Chef Spiele wie Forza Horizon 3, Gears of War 4 und das nächste Halo. Eine konkrete Steam-Veröffentlichung dieser Titel bestätigte Spencer damit nicht. Microsoft hatte mit Ori and the Blind Forest bereits einen neueren First-Party-Titel auf Steam veröffentlicht. Age of Mythology: Extended Edition, Fable Anniversary und Flight Simulator X waren weitere ältere Beispiele.
Parallel wollte Microsoft die Universal Windows Platform weiter ausbauen. Mit Forza Motorsport 6: Apex zeigte das Unternehmen bereits ein kostenloses PC-Spiel, während Gears of War: Ultimate Edition als weiterer Test für den Windows Store galt. Spencer bewertete den Start von Quantum Break auf dem PC dagegen kritisch. Xbox Play Anywhere sollte digitale Käufe aus dem Windows- oder Xbox-Store später mit Versionen für beide Systeme verbinden.
Zu den technischen Problemen der damaligen UWP-Spiele gehörten fehlende Overlays wie MSI Afterburner und die fehlende Unterstützung mehrerer Grafikkarten. Die vertikale Synchronisation ließ sich ab Windows 10 Build 10586.318 deaktivieren. Das geplante Steam-Angebot hätte Microsofts PC-Vertrieb neben dem Windows Store um eine etablierte Plattform ergänzt. Auf der Xbox-Seite war mit Xbox Game Preview bereits ein anderes Modell für Spiele in laufender Entwicklung gestartet.
