Das Dell XPS 13 Developer Edition unterstützt im Linux-Test von Hauke Gierow, veröffentlicht am 1. Juni 2016, die wesentlichen Gerätefunktionen. Golem berichtet über funktionierenden Ton und Touchscreen. Der Tester bemängelt zugleich ein klapperndes Touchpad und starke Reflexionen des glänzenden Displays. Diese Beobachtungen stammen aus dem fremden Test, nicht aus einer Prüfung der Redaktion.
Ubuntu-Version und Treiber machen einen Unterschied
Das Testgerät kommt mit Ubuntu 14.04 LTS. Nach dem Wechsel auf 16.04 gelingt Gierow die hardwarebeschleunigte Wiedergabe von 4K-Videos. Bei einer frischen Installation erkennt das System die Komponenten ebenfalls, einzelne Tastaturfunktionen benötigen aber einen neueren Kernel. Fehler des vorinstallierten Touchpad-Treibers beeinträchtigen laut Bericht nicht dessen grundsätzliche Nutzbarkeit.
Der für Project Sputnik zuständige Dell-Mitarbeiter Barton George hatte die fünfte Developer-Edition-Generation bereits am 10. März angekündigt. Er nennt Ubuntu 14.04 LTS, Core-Prozessoren der sechsten Generation und Intel-WLAN. In der aktualisierten Übersicht stehen Full-HD- und QHD+-Ausführungen sowie Konfigurationen mit 8 oder 16 GByte Arbeitsspeicher. Dell kündigte auch Unterstützung für ein selbst vorgenommenes Upgrade auf Ubuntu 16.04 an.
4K-Videowiedergabe ist keine 4K-Panel-Spezifikation
Golems Bezeichnung des Displays als 4K weicht von der QHD+-Angabe in Georges Produktvorstellung ab. Deshalb wird hier keine native 4K-Auflösung des XPS-Panels behauptet. Die erfolgreiche Wiedergabe eines 4K-Videos belegt für sich genommen nicht, dass dessen Pixelzahl vollständig auf dem eingebauten Bildschirm dargestellt wird.
Für mobile Entwicklungsplätze sind Betriebssystemunterstützung und die konkrete Displayausführung getrennte Auswahlkriterien. Ein laufendes Linux-System beseitigt keine störenden Reflexionen. Dell hatte bereits Anfang 2015 die Precision M3800 Developer Edition mit Ubuntu angeboten. Das kleinere XPS gehört zum selben Entwicklerprogramm, ist aber keine gleich ausgestattete Workstation.
Archivhinweis: Dieser Beitrag dokumentiert den Test- und Produktstand vom Juni 2016. Er enthält keine aktuelle Kaufempfehlung und keine Zusage zur heutigen Treiberpflege oder Verfügbarkeit.

