Microsoft stellte am 30. März 2016 auf der Build 2016 eine Vorschau auf die nächste Visual-Studio-Generation bereit. Die offizielle Ankündigung des Visual Studio Blogs führte sie als Visual Studio 15, ausdrücklich getrennt von Visual Studio 2015. Die Preview war nicht für Produktivsysteme gedacht.
Leichter Installer und schnellerer Start
Neben dem klassischen Setup testete Microsoft einen schlanken Installer. Die kleinste Installation sollte weniger als 300 Megabyte laden und grundlegende Codebearbeitung für mehr als 20 Sprachen, Debugging und Quellcodeverwaltung enthalten. Zusätzliche Komponenten wie .NET-Desktopentwicklung, C++, Python und Unity konnten bei Bedarf ergänzt werden. Microsoft gab für den ersten Start eine Beschleunigung von bis zu 30 Prozent an.
C++, JavaScript und Debugger
Die Vorschau enthielt zahlreiche Korrekturen am C++-Sprachdienst und einen neuen JavaScript-Sprachdienst. Die JavaScript-Unterstützung erweiterte IntelliSense um JSDoc, JSX, Generatoren und Module aus ES2016. Über Open Folder konnten Quellbestände ohne Projektdatei geöffnet werden. Im Debugger kamen Bedingungen für Haltepunkte und Ausnahmen hinzu. Für Spiele- und Grafikteams waren zudem die optionalen C++- und Unity-Komponenten relevant.
Auch die Werkzeuge für Universal Windows Apps erhielten eine aktualisierte .NET-Native-Toolchain und mehr als 600 Fehlerkorrekturen. Die Vorschau folgte auf Visual Studio 2015 Update 2 und legte den technischen Grundstein für die nächste IDE-Generation. Microsoft verwies für den damaligen Stand auf eigene Release Notes und eine Liste bekannter Fehler.
