Ein Test des Raspberry Pi 3 vergleicht das integrierte WLAN mit vier USB-Adaptern. Gemessen wurden unter identischen Bedingungen bis zu 43,7 Mbit/s für das Board ohne Gehäuse. Für Full-HD-Streaming reicht der Wert laut dem Test aus.
Der Testaufbau nutzte einen TP-Link Archer C9 als Router und eine Entfernung von rund sieben Metern mit zwei Wänden zwischen Router und Raspberry Pi. Die Übertragungsrate wurde mit Iperf ermittelt. Der schnellste USB-Adapter, ein Edimax EW-7612UAn in der zweiten Version, erreichte 87,9 Mbit/s.
Das interne WLAN des Raspberry Pi 3 kam ohne Gehäuse auf 43,7 Mbit/s. Im offiziellen Kunststoffgehäuse sank der Messwert nur leicht auf 43,2 Mbit/s. Ein Aluminiumgehäuse reduzierte die Rate im Versuch auf 37,4 Mbit/s.
USB-Adapter bleiben bei der Geschwindigkeit vorn
Der Vergleich zeigt damit einen klaren Unterschied zwischen maximaler Übertragungsrate und ausreichender Praxisleistung. Wer den Raspberry Pi als Streaming- oder Entwicklungsrechner mit guter WLAN-Abdeckung einsetzt, kann auf einen zusätzlichen Adapter verzichten. Bei größerer Entfernung zum Router oder mehreren Hindernissen bleibt ein schneller USB-Adapter die bessere Option.
Auch die Gehäusewahl wirkt sich auf die Funkleistung aus. Das Kunststoffgehäuse verändert den Wert im Test kaum, während das Metallgehäuse die WLAN-Verbindung messbar dämpft. Der vollständige Aufbau und die Tabelle mit allen Messungen stehen in der Originalauswertung.
