Sourceware hat am 24. Februar 2016 GDB 7.11 veröffentlicht. Die neue Version des GNU Debuggers erweitert die Steuerung von Haltepunkten, die Mehrprozessor-Fehlersuche und die Unterstützung für AArch64 unter GNU/Linux.
Explizite Haltepunkte und Thread-Nummern
GDB 7.11 führt Thread-Nummern pro Inferior ein und ergänzt explizite Positionen für Breakpoints. Diese lassen sich sowohl über die Kommandozeile als auch über GDB/MI angeben. Neue Komfortvariablen für Threads und Inferiors erleichtern zudem die Auswertung laufender Prozesse. Record Btrace unterstützt nun auch den Nonstop-Modus.
Für die GNU-Debugger-Reihe ist die Version vor allem bei großen, parallelisierten Programmen interessant. Die Änderungen betreffen Werkzeuge, die Entwickler auch in umfangreichen C++- und Engine-Projekten für reproduzierbare Fehlersuchen einsetzen.
AArch64 und GDBserver erhalten neue Funktionen
Unter AArch64 GNU/Linux kommen Multi-Architektur-Debugging, Displaced Stepping und Tracepoints im GDBserver hinzu. GDB 7.11 unterstützt außerdem kernelbasierte Threads auf FreeBSD sowie das Lesen, Schreiben und Auswerten von Speicher auf Architekturen, deren Adressierung auf Einheiten mit mehreren acht Bit basiert.
Das Remote-Protokoll erhält neue Pakete für Funktionen wie follow-exec-mode, Exec-Catchpoints und Syscall-Catchpoints. Ergänzungen an der Python-API erleichtern Erweiterungen des Debuggers. Mehrere ältere ROM-Monitor-Ziele wurden im Gegenzug entfernt. Der vollständige Änderungsumfang steht in der offiziellen Release-Dokumentation von Sourceware.
