Stormbuddy: Bossland wirft Blizzard Quellcode-Zugriff vor

Bossland wirft Blizzard im November 2015 vor, ohne Zustimmung an den Quellcode des Cheat-Bots Stormbuddy gelangt zu sein. Geschäftsführer Zwetan Letschew schildert im Originalinterview mit TorrentFreak vom 19. November einen angeblichen Deal mit einem freien Entwickler. Stormbuddy automatisierte Spielhandlungen in Heroes of the Storm.

Bossland kündigt das Ende des Bots an

Nach Letschews Darstellung habe der als Apoc bekannte James Enright den Code übergeben. Er arbeite als Freelancer für Bossland und habe dazu keine Berechtigung besessen. Die Vertragsbedingungen sind in dem Bericht nicht offengelegt. Bossland kündigte an, Verkauf und Entwicklung von Stormbuddy einzustellen und in Deutschland rechtlich vorzugehen, um Einzelheiten der Vereinbarung zu erhalten.

Blizzard antwortet auf die Vorwürfe nicht im Detail

Ein Blizzard-Sprecher erklärte gegenüber Kotaku, das Unternehmen werde seine Spiele mit rechtlichen Mitteln gegen Cheat-Bots schützen. Er warnte vor dem Verlust des Spielzugangs durch automatisiertes Spielen. Auf den konkreten Vorwurf zur Quellcode-Übergabe ging die Antwort nicht ein. Kotaku veröffentlichte sie am 20. November.

Blizzard hatte im Mai die offene Beta von Heroes of the Storm gestartet. Der Streit betrifft nun die Software eines Drittanbieters und deren behauptete Weitergabe. Eine angekündigte Klage und die Darstellung einer Streitpartei sind kein gerichtlicher Nachweis für einen rechtswidrigen Zugriff.

Der Beitrag dokumentiert den Kenntnisstand im November 2015. Das offizielle Startmotiv von Heroes of the Storm dient als Illustration des betroffenen Spiels, nicht als Abbildung von Stormbuddy oder des umstrittenen Quellcodes.

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