Wearable-Entwicklung 2015: Android Wear und Microsoft Band im Vergleich

Android Wear unterstützt 2015 dauerhaft sichtbare App-Inhalte im Ambient-Modus. Microsoft Band bietet dagegen interaktive Tiles und seit Juli Web Tiles als Preview. Beide Ansätze zeigen, welche Entscheidungen bei der Wearable-Entwicklung über die reine Displaygröße hinausgehen.

Android Wear: Anzeige und Verbindung getrennt behandeln

Google reduziert im Ambient-Modus Farben und Bildwiederholrate, um den Energieverbrauch zu begrenzen. Eine App muss diesen Modus ausdrücklich unterstützen. Die Anzeige kann Informationen bereithalten, ohne dauerhaft wie eine aktive Smartphone-Oberfläche zu arbeiten.

Für den Austausch zwischen Uhr und Telefon empfiehlt Google die Data Layer API. Sie soll unabhängig davon genutzt werden, ob die Verbindung über Bluetooth oder den mit dem Mai-Update ergänzten WLAN- und Cloud-Pfad läuft. Mehrere erreichbare Geräte und der zusätzliche Cloud-Knoten müssen dabei berücksichtigt werden.

Microsoft Band: Tiles, Sensoren und Web-Inhalte

Microsoft ermöglicht mit dem Band SDK eigene Tile-Layouts mit Text, Symbolen, Schaltflächen und Barcodes sowie den Zugriff auf Sensoren. Web Tiles liefern dagegen über das Netz abrufbare Informationen. Ein Tile wird einmal erstellt und kann mit den damals unterstützten mobilen Plattformen iOS, Android und Windows verwendet werden.

Für die Entwicklung ergibt sich daraus keine universelle Wearable-Oberfläche: Ein kurzer Informationsabruf, eine interaktive Tile-Seite und eine energiearme Daueranzeige benötigen unterschiedliche Abläufe. Die Wahl des Interaktionsmodells muss deshalb vor der Übertragung einer bestehenden Smartphone-Oberfläche stehen.

Der Vergleich beschreibt den Stand im September 2015. Die genannten SDKs und Preview-Angebote sind keine Empfehlung für heute verfügbare Entwicklungsumgebungen.

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