Rockstar Games: Ex-Designer berichtet von künstlichem Crunch bei Red Dead Redemption

Der ehemalige Rockstar-Designer Kris Roberts beschreibt in einem Interview mit Kiwi Talkz die Arbeitsbedingungen während der Entwicklung von Red Dead Redemption. GamingBolt fasst die Aussagen zusammen, nach denen sich die regulären Arbeitszeiten schrittweise bis zu vollständigen Samstagen und schließlich täglicher Arbeit ausweiteten.

Roberts wechselte von Midnight Club zu Red Dead Redemption und wurde dabei vom Stundenlohn in eine Vollzeitstelle überführt. Mit der neuen Rolle sei die Erwartung verbunden gewesen, länger zu arbeiten, ohne dass die zusätzlichen Stunden separat vergütet wurden. Die letzten sechs Monate der Entwicklung beschreibt er rückblickend als kaum noch klar erinnerbar.

https://www.youtube.com/watch?v=L5Lc22_yAZ4

Präsenz für Besuche von Führungskräften

Roberts unterscheidet zwischen selbst gewählter Mehrarbeit bei Midnight Club und künstlich erzeugtem Crunch bei Red Dead Redemption. Bei Besuchen von Führungskräften wie Leslie Benzies und Sam Houser habe das Management per E-Mail Wochenendarbeit verlangt. Nach seiner Darstellung ging es dabei nicht um konkrete Fehler in einem Build oder eine begründete Produktionsentscheidung, sondern um den Eindruck, dass alle Beschäftigten dauerhaft im Studio seien.

Die Aussagen betreffen eine historische Produktionsphase und sind die Schilderung eines ehemaligen Mitarbeiters. Sie ergänzen die laufende Debatte über Arbeitszeiten in der Branche. Ein älterer Bericht zu Dan Houser und physischen Spieleveröffentlichungen behandelt einen anderen Aspekt der Rockstar-Geschichte.

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