Project Sidekick: HoloLens soll Astronauten auf der ISS unterstützen

NASA und Microsoft wollen die HoloLens für den Einsatz auf der Internationalen Raumstation erproben. Das Projekt Sidekick soll Astronauten bei Reparaturen, Experimenten und anderen Arbeitsschritten mit virtueller Hilfe unterstützen. NASA stellte die Zusammenarbeit am 25. Juni 2015 offiziell vor.

Für die ersten Tests waren zwei HoloLens-Geräte für eine Versorgungsmission zur ISS vorgesehen. NASA und Microsoft prüften die Hardware zuvor in einem Flugzeug, das Schwerelosigkeit simuliert. Die Raumfahrtbehörde wollte damit sicherstellen, dass die Brille auch unter den Bedingungen eines Raumfahrzeugs funktioniert.

Remote Expert und holografische Anleitungen

Sidekick sollte in zwei Betriebsarten arbeiten. Im Remote Expert Mode sieht ein Operator am Boden das Sichtfeld eines Crewmitglieds, gibt in Echtzeit Hinweise und ergänzt Anmerkungen in der Umgebung. Der Procedure Mode legt animierte holografische Darstellungen über die Gegenstände, an denen gearbeitet wird. Dadurch sollen komplexe Abläufe verständlicher werden.

Die Technik knüpft an Microsofts frühe HoloLens-Demonstrationen für Spiele und interaktive Anwendungen an. Bei der E3 2015 zeigte Microsoft Minecraft als holografische Tischwelt. Sidekick überträgt dieselbe Grundidee räumlicher Einblendungen in einen Arbeitskontext, bei dem Assistenz und Verfahrensanleitungen im Mittelpunkt stehen.

NASA plante neben dem Einsatz auf der Raumstation weitere Tests bei der Unterseeexpedition NEEMO 20. Das Projekt sollte zudem Erkenntnisse für Missionen liefern, bei denen lange Kommunikationswege die direkte Unterstützung durch die Bodenstation erschweren.

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