Zwei nordische Indie-Studios zeigen, wie unterschiedliche Geschäftsmodelle auch nach dem Boom der Mobile Games funktionieren können. Das aktuelle Porträt von Pocket Gamer Connects stellt Triband und Midjiwan gegenüber.
Abo-Modell trifft langfristige Community
Triband gewann mit WHAT THE CLASH? den Apple Arcade Game of the Year Award. Das Studio entwickelte den Titel vollständig für ein Abonnementmodell und verzichtete damit auf die im Mobile-Markt verbreitete Free-to-play-Struktur. Midjiwan ging einen anderen Weg: Aus einem Solo-Projekt von 2016 entstand ein Spiel mit inzwischen 25 Millionen Downloads und einer eigenen Weltmeisterschaft.
Die beiden Beispiele zeigen unterschiedliche Wege, Reichweite und Einnahmen zu verbinden. Triband setzt auf die planbaren Rahmenbedingungen eines Plattformabos, während Midjiwan über Jahre eine Community und ein Wettbewerbsumfeld aufgebaut hat. Ein älterer Beitrag über Midjiwan dokumentiert bereits die Entwicklung von The Battle of Polytopia.
Pocket Gamer Connects als Branchentreff
Pocket Gamer Connects nutzt die Fallstudien als Auftakt für die Konferenz PGC Nordics. Der Big Indie Pitch soll Studios mit unterschiedlichen Produktions- und Finanzierungsmodellen zusammenbringen. Die nächste Ausgabe in Helsinki ist für den 20. und 21. Oktober 2026 angekündigt. Für Entwicklerteams steht damit weniger ein einzelner Mobile-Hit im Mittelpunkt, sondern die Frage, welche Rahmenbedingungen zu ihrer Produktion passen.
