Die damals geplante Übernahme von Electronic Arts durch ein von Saudi-Arabiens Public Investment Fund angeführtes Investorenkonsortium hat im Juli 2026 eine wichtige Hürde in Europa genommen. Die EU-Kommission führte den Vorgang unter der Fallnummer M.12213, PIF / Electronic Arts, und gab den Zusammenschluss nach den EU-Fusionsregeln frei.
Zu dem Investorenkonsortium gehörten neben dem Public Investment Fund auch Affinity Partners und Silver Lake. Die Transaktion wurde mit rund 55 Milliarden US-Dollar bewertet. Für EA-Aktionäre waren 210 US-Dollar je Aktie vorgesehen.
Saudi-Arabien baut Gaming-Position weiter aus
Für Saudi-Arabien passte der Deal in eine langjährige Gaming-Strategie. Der Public Investment Fund hielt bereits Beteiligungen an mehreren großen Spieleunternehmen und nutzte die Branche als Teil der wirtschaftlichen Diversifizierung. Electronic Arts brachte im Gegenzug starke Sport-, Live-Service- und Mobile-Marken in das Portfolio ein.
Die EU-Freigabe bedeutete nicht automatisch den sofortigen Abschluss der Transaktion, entfernte aber eine zentrale regulatorische Hürde. Bei Deals dieser Größe bleiben weitere Prüfungen, Finanzierungsbedingungen und nationale Verfahren wichtige Faktoren.
Für die Spielebranche war die Entscheidung relevant, weil sie einen der größten Private-Equity- und Staatsfondsdeals im Games-Markt betraf. Nach Microsofts Activision-Blizzard-Übernahme blieb die Konsolidierung großer Publisher damit ein zentrales Wirtschaftsthema.