Microsoft hat die für Xbox-Guthabenkarten erforderlichen Punkte im Microsoft-Rewards-Programm in mehreren Kernmärkten angehoben. Betroffen sind unter anderem die USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Kanada. Eine offizielle Ankündigung oder Einordnung durch das Unternehmen liegt bislang nicht vor.
Anpassungen zwischen fünf und zehn Prozent
In den USA kostet eine Xbox-Guthabenkarte im Wert von 10 US-Dollar nun 10.000 Rewards-Punkte. Zuvor waren es für Nutzer mit Level-2-Status 9.500 Punkte. Das entspricht einer Erhöhung um rund 5,3 Prozent. Auch im Vereinigten Königreich wurde der Gegenwert angepasst: Die 10-Pfund-Karte stieg von 11.780 auf 12.400 Punkte, ebenfalls ein Plus von gut fünf Prozent.
Für den Euroraum werden teils deutlichere Anpassungen gemeldet. So kostet eine 25-Euro-Guthabenkarte nun 28.305 Punkte statt zuvor 25.735 Punkten. Das entspricht einer Steigerung um rund zehn Prozent. Hinweise auf weitere Abstufungen je nach Markt verdichten sich, ein einheitlicher globaler Satz scheint es nicht zu geben.
Die Änderungen wurden zunächst von Nutzern in Community-Foren sowie auf X dokumentiert und später unter anderem von TrueAchievements aufgegriffen. Eine zentrale Kommunikation über offizielle Microsoft-Kanäle blieb aus.
Level-2-Status verliert an Effekt
Das Microsoft-Rewards-Programm belohnt Aktivitäten im Microsoft-Ökosystem, darunter Bing-Suchen, die Nutzung des Edge-Browsers oder Interaktionen im Zusammenhang mit Xbox und Game Pass. Der Level-2-Status wird in der Regel nach Erreichen eines monatlichen Schwellenwerts von 500 Punkten aktiviert. Er bietet höhere Sammelraten sowie vergünstigte Einlöseoptionen für bestimmte Prämien.
Gerade diese vergünstigten Einlösekonditionen waren für viele Nutzer ein zentraler Anreiz, regelmäßig Punkte zu sammeln. Mit der aktuellen Anpassung sinkt der effektive Gegenwert der Punkte, während die Sammelmechanik unverändert bleibt. Für Vielnutzer des Programms bedeutet dies eine faktische Entwertung der bereits investierten Zeit.
Strategischer Kontext
Microsoft hatte das Rewards-Programm in der Vergangenheit bereits mehrfach angepasst, unter anderem im zeitlichen Umfeld von Preisänderungen beim Game Pass. Die aktuelle Erhöhung der Einlösekosten erfolgt ohne erkennbare strukturelle Änderungen an der Punktevergabe.
Für das Xbox-Ökosystem ist Microsoft Rewards ein Instrument zur Nutzerbindung und zur Förderung der Nutzung eigener Dienste. Die nun gestiegenen Punkteanforderungen verändern die Wirtschaftlichkeit des Programms aus Sicht der Anwender. Insbesondere für Nutzer, die über Rewards regelmäßig Xbox-Guthaben oder Game-Pass-Zeiten finanzieren, erhöht sich der erforderliche Aufwand messbar.
Eine Stellungnahme von Microsoft zu den Hintergründen der Anpassungen steht bislang aus.
