Cyberpunk 2077: Neue Vorwürfe zur externen Qualitätssicherung bleiben umstritten

Im Juni 2022 sorgten Vorwürfe über die Qualitätssicherung von Cyberpunk 2077 erneut für Diskussionen. Ein Bericht bei Forbes fasste ein Whistleblower-Dokument und die Stellungnahme des rumänischen QA-Dienstleisters Quantic Lab zusammen. Die Vorwürfe sind nicht unabhängig vollständig bestätigt.

Im Zentrum standen Behauptungen, Quantic Lab habe bei der Arbeit an Cyberpunk 2077 Teamgröße und Erfahrung falsch dargestellt und Tester über Fehlerquoten gesteuert. Dadurch seien viele wenig relevante Meldungen an CD Projekt Red gegangen, während schwerwiegendere Probleme möglicherweise weniger Aufmerksamkeit erhielten. Diese Punkte stammen aus einem von einem YouTube-Kanal veröffentlichten Dokument und werden hier nicht als erwiesene Tatsachen dargestellt.

https://www.youtube.com/watch?v=FEarLGfqhvo

Weitere Details zeigt der Video.

Quantic Lab weist Teile der Darstellung zurück

Quantic-Lab-Chef Stefan Seicarescu verwies in der von Forbes veröffentlichten Antwort auf die Entwicklung des Unternehmens, seine mehr als 400 Beschäftigten und über 60 aktiven Kunden. Kundenvereinbarungen seien vertraulich. Der Dienstleister betonte außerdem, dass Publisher bei großen Projekten üblicherweise mit mehreren externen und internen QA-Teams arbeiten.

Verantwortung bleibt auf mehreren Ebenen

Selbst wenn einzelne Vorwürfe zutreffen sollten, lässt sich daraus nicht automatisch die Ursache für den technischen Zustand von Cyberpunk 2077 ableiten. Die Planung von QA, die Priorisierung von Fehlern und die Entscheidung über einen Veröffentlichungstermin liegen bei mehreren Teams und letztlich beim Entwickler und Publisher. Der frühere Gameplay-Einblick zeigt, wie umfangreich das Projekt bereits vor dem Start war.

Lehren für externe Qualitätssicherung

Die Debatte macht eine klare Abstimmung zwischen interner QA, externen Dienstleistern und Produktionsleitung wichtig. Testziele, Fehlerprioritäten und die Aussagekraft von Kennzahlen müssen transparent dokumentiert werden. Einzelne Whistleblower-Dokumente können Hinweise liefern, ersetzen aber keine unabhängige Untersuchung der Produktionsabläufe.

Weitere News

Weitere News

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein