Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) veröffentlichte am 24. März 2022 ihre Jahresstatistik für 2021. Im klassischen Prüfbereich organisierte die Stelle 1.744 Verfahren zur Altersfreigabe digitaler Spiele. Im Vorjahr waren es 1.453, womit die Zahl um rund 20 Prozent stieg.
Nachholeffekte und mehr Plattformen
Die USK führte den Anstieg auf mehrere Faktoren zurück. Anbieter holten Prüfungen nach, die während der akuten Pandemiephase zurückgestellt worden waren. Gleichzeitig blieb die Zahl aktiver Spieleplattformen in Deutschland hoch, wodurch zusätzliche Prüfungen anfielen.
Neben den klassischen Verfahren verwies die USK auf die weiterhin hohe Zahl von Alterskennzeichen für Online-Spiele und Apps im IARC-System. Die Statistik bezog sich damit auf einen Markt, in dem physische Veröffentlichungen und digitale Angebote parallel bewertet werden.
Jugendschutzgesetz brachte neue Aufgaben
2021 trat die Novelle des Jugendschutzgesetzes in Kraft. Die USK arbeitete anschließend mit den obersten Landesjugendbehörden an der praktischen Umsetzung und an der Einbindung technischer Schutzkonzepte. Ein älterer XboxDev-Beitrag zur USK-Bilanz 2019 zeigt die Entwicklung der Prüfzahlen im früheren Vergleichszeitraum.
