Bobby Kotick verabschiedet sich offiziell von Activision Blizzard

Bobby Kotick hat sich in einem offenen Brief an die Belegschaft als Chef von Activision Blizzard verabschiedet. Der Abschied war seit Monaten absehbar, zum 29. Dezember 2023 wird er offiziell wirksam. Auslöser ist die abgeschlossene Übernahme des Konzerns durch Microsoft, bei der für Kotick kein Platz mehr vorgesehen ist.

Matt Booty übernimmt zentrale Aufgaben

Einen direkten Nachfolger auf dem CEO-Posten gibt es vorerst nicht. Stattdessen soll Matt Booty, bei Microsoft seit Jahren für die Xbox Game Studios zuständig, die meisten Aufgaben rund um die Spieleentwicklung übernehmen. Weitere Geschäftsbereiche von Activision Blizzard werden auf mehrere Manager verteilt, die bislang weniger im Rampenlicht standen. Booty steht in der Community immer wieder in der Kritik, weil trotz milliardenschwerer Investitionen die Zahl neuer Spiele aus den Xbox-eigenen Studios überschaubar bleibt.

Kein Wort zu Call of Duty

Bemerkenswert an Koticks Abschiedsbrief ist, worüber er nicht spricht. Auf das mit Abstand größte Franchise seiner Ära, Call of Duty, geht er mit keinem Wort ein. Stattdessen erinnert er an Pitfall, eines der ersten Spiele, die er als junger Entwickler mitgeprägt hat, und zieht damit einen Bogen von den Anfängen der Firma bis zu ihrem Ende als eigenständiger Konzern. Kotick hatte Activision 1991 übernommen und über drei Jahrzehnte zu einem der größten Publisher der Branche ausgebaut, begleitet von wiederkehrenden Vorwürfen zu Arbeitsbedingungen und Firmenkultur, die den Verkauf an Microsoft mit beschleunigt haben dürften.

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