Das zu Sony gehörende Entwicklerstudio Bungie hat einen massiven Stellenabbau angekündigt. Von zuletzt rund 1.300 Beschäftigten müssen rund 450 das Unternehmen verlassen, 220 davon erhalten eine direkte Kündigung. Bungie-Chef Pete Parsons begründet den Schritt in einem Blogbeitrag auf bungie.net mit steigenden Entwicklungskosten und anhaltenden wirtschaftlichen Problemen der Branche.
155 Mitarbeiter werden nach Angaben des Studios von der Muttergesellschaft Sony Interactive Entertainment übernommen, Details zu deren künftigen Aufgaben nennt Bungie nicht. Ein weiteres Team von rund 75 Entwicklern verlässt das Studio in Form einer Ausgründung und arbeitet dort an einem eigenen Projekt weiter, einem Actionspiel in einem neuen Science-Fantasy-Universum. Der Titel soll bei einem neuen Studio entstehen, das dem Verbund der Playstation Studios angehört.
Kritik an Parsons wegen Autosammlung
Parsons nennt als Grund steigende Entwicklungskosten und eine angespannte wirtschaftliche Lage der Branche. In der Community sorgt das für Verärgerung, weil kurz zuvor bekannt wurde, dass Parsons in den vergangenen Monaten rund 2,4 Millionen US-Dollar für seine private Sammlung von Luxusautos ausgegeben hat. Ein Leaker veröffentlichte auf der Plattform X eine Übersicht der Käufe.
Fokus auf Destiny und Marathon
Mit dem verbliebenen Team von rund 850 Mitarbeitern will Bungie die Arbeit an seinen beiden laufenden Projekten fortsetzen. Dazu zählen der weitere Ausbau von Destiny 2 sowie die Entwicklung des Extraction-Shooters Marathon, der im Mai 2023 erstmals angekündigt wurde. Parsons erklärt, die Kostenstruktur des Studios solle sich künftig ausschließlich auf diese beiden Projekte konzentrieren.
