J.R.R. Tolkien: The Embracer Group kauft Der Herr der Ringe

Die schwedische Embracer Group hat sich am 18. August 2022 die Film-, Spiele- und Merchandising-Rechte an Der Herr der Ringe gesichert. Verkäufer ist die kalifornische Saul Zaentz Company, die die Lizenzrechte am Werk von J.R.R. Tolkien seit Jahrzehnten vermarktet, darunter auch die Filmtrilogie von Peter Jackson. Lediglich die Buchrechte bleiben beim Verlag Harper Collins, der zum Medienkonzern News Corp von Rupert Murdoch gehört.

Über die Höhe der Kaufsumme schweigen beide Seiten. Berichten von Variety zufolge, die sich auf anonyme Quellen beriefen, soll bereits im Februar 2022 ein Startgebot von rund zwei Milliarden US-Dollar im Rahmen einer Auktion um die Rechte im Raum gestanden haben. Damals wurden vor allem Amazon und Warner Bros. als Interessenten gehandelt, Embracer tauchte in den Spekulationen nicht auf. Der Einstieg passt dennoch ins Bild: Der Konzern hatte im Dezember 2021 bereits den Brettspielhersteller Asmodee für rund 2,75 Milliarden US-Dollar übernommen, der schon länger Produkte auf Basis von Der Herr der Ringe vertreibt.

Tripwire Interactive und weitere Studios wechseln zu Embracer

Neben den Tolkien-Rechten hat die Embracer Group im gleichen Zug mehrere Spielestudios eingekauft. Am bekanntesten ist Tripwire Interactive, das für die Shooter-Reihen Killing Floor und Rising Storm steht. Auch für Tuxedo Labs (Teardown), Singtrix und Limited Run Games wurden keine Kaufpreise genannt. Für Embracer, zu dem unter anderem Gearbox Software gehört, ist es der jüngste in einer langen Reihe von Zukäufen, mit denen sich der Konzern seit Jahren als einer der größten unabhängigen Spielepublisher der Welt aufstellt.

Amazons Serie „Die Ringe der Macht“ startet im September

Die nächste große Veröffentlichung auf Basis der nun zu Embracer gehörenden Rechte betrifft zunächst nicht Spiele, sondern eine Serie: Amazon Prime Video zeigt ab dem 2. September 2022 „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“. Die ersten beiden Folgen der ersten Staffel starten frühmorgens, die verbleibenden acht Episoden folgen wöchentlich. Wie sich der Rechteerwerb langfristig auf künftige Spieleumsetzungen von Der Herr der Ringe auswirkt, ließen beide Unternehmen bislang offen.

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