Der Bundeshaushalt 2022 stellte 50 Millionen Euro für die Förderung der Computerspielentwicklung bereit. Der Ansatz stand im Einzelplan des damaligen Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und war Teil der Strategie für den Games-Standort Deutschland.
Die Mittel sollten die gesamte Branche erreichen, von kleinen Entwicklungsstudios bis zu größeren Unternehmen. Im Haushaltsplan nennt der Bund als Ziele mehr Beschäftigung in der Kultur- und Kreativwirtschaft, mehr Spieleveröffentlichungen aus Deutschland und eine bessere Positionierung auf dem deutschen und internationalen Markt.
Förderung als Standortinstrument
Der Haushaltsplan sah die Gamesförderung nicht nur als Kulturförderung, sondern auch als Instrument der Wirtschafts- und Standortpolitik. Internationale Unternehmen sollten einen Anreiz erhalten, sich langfristig in Deutschland anzusiedeln und Arbeitsplätze zu schaffen. Für deutsche Studios bedeutete der Ansatz eine Fortsetzung der seit 2019 aufgebauten Bundesförderung.
Die Bewilligung einzelner Projekte erfolgte über die jeweils geltenden Förderrichtlinien. Die 50 Millionen Euro bezeichneten den jährlichen Haushaltsrahmen und nicht automatisch eine Zahlung an jedes Studio oder eine Garantie für jedes eingereichte Projekt.
