Bayern überarbeitet Games-Förderrichtlinie für Studios und Nachwuchs

Der FFF Bayern hat die Richtlinie für die Förderung digitaler Spiele überarbeitet. Die neue Fassung ist am 1. Juli 2026 in Kraft getreten und erweitert die Unterstützung für professionelle Studios sowie für Erst- und Zweitprojekte junger Teams.

Höhere Grenzen für Konzepte und Prototypen

Für Nachwuchsstudios steigt die maximale Konzeptförderung von 20.000 auf bis zu 30.000 Euro. Teams, die bereits mindestens zwei Spiele entwickelt und mit Gewinnerzielungsabsicht veröffentlicht haben, können einmal pro Kalenderjahr bis zu 40.000 Euro beantragen. In der Konzeptphase müssen künftig neben einem Pitch Deck auch ein Game Design Document und ein spielbarer Proof of Concept vorgelegt werden.

Die Zuschussförderung für Prototypen wird von 100.000 auf bis zu 200.000 Euro angehoben. Bei einem Eigenanteil von 30 Prozent kann die Förderung über ein unverzinsliches Darlehen bis zu 350.000 Euro erreichen. Damit soll der Übergang von einer Spielidee zu einem vorzeigbaren Prototypen besser finanziert werden.

Neue Regeln für Nachwuchsteams

Für Erst- und Zweitprojekte kann die Förderquote in der Produktionsförderung bis zu 70 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben betragen, maximal 250.000 Euro. Der Eigenanteil darf neben Geldmitteln auch durch zurückgestellte Eigenleistungen erbracht werden. Diese können bis zu zehn Prozent der förderfähigen Ausgaben ausmachen.

Die Anforderungen an Antragsteller werden zugleich präzisiert. In der Konzeptphase müssen die drei Grunddisziplinen Technik, Game Design und Grafik im Projektteam vertreten sein. Erstantragsteller benötigen außerdem ein verpflichtendes Beratungsgespräch vor der Antragstellung.

Die Richtlinie führt die Förderung von der Konzept- über die Prototyp- bis zur Produktionsphase enger zusammen. Für den Games-Standort Bayern bedeutet das einen klareren Pfad von der ersten Idee bis zur Marktreife, sofern ein Projekt die Bedingungen der jeweiligen Stufe erfüllt. Über frühere FFF-Zusagen für bayerische Studios informiert der Bericht zur Games-Förderung in Bayern.

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