Proxmox VE 9.2 bringt Dynamic Load Balancer und Linux-Kernel 7.0

Die Wiener Proxmox Server Solutions GmbH hat am 21. Mai 2026 die Virtualisierungsplattform Proxmox VE 9.2 veröffentlicht. Die neue Version bringt einen dynamischen Lastausgleich für Cluster sowie den aktuellen Linux-Kernel 7.0 mit und richtet sich an Administratoren, die eigene Server- und Testumgebungen betreiben, etwa für lokale KI- und Entwicklungsinfrastruktur wie die zuvor vorgestellte Surface RTX Spark Dev Box.

Dynamischer Lastausgleich im Cluster

Der neue Dynamic Load Balancer nutzt Echtzeitmetriken, um per Hochverfügbarkeit verwaltete virtuelle Maschinen und Container gleichmäßig auf die Knoten eines Clusters zu verteilen. Ungleichgewichte zwischen einzelnen Servern sollen dadurch automatisch ausgeglichen werden, ohne dass Administratoren manuell eingreifen müssen. Ergänzend lässt sich der HA-Manager jetzt clusterweit vorübergehend deaktivieren, etwa für geplante Wartungsarbeiten, ohne dass dabei ungewollte Aktionen ausgelöst werden.

Neuer Unterbau: Debian 13.5 und Kernel 7.0

Proxmox VE 9.2 basiert auf Debian GNU/Linux 13.5 „Trixie“ mit einem angepassten Linux-Kernel 7.0 als neuem Standard. Für die Virtualisierung kommen QEMU 11.0 und LXC 7.0 zum Einsatz, beim Storage stehen OpenZFS 2.4 sowie Ceph Tentacle 20.2.1 als neuer Standard und Ceph Squid 19.2.3 als Alternative zur Verfügung. Das Software-defined Networking wurde um WireGuard als neues Fabric-Protokoll sowie um Route-Maps und Prefix-Lists für eine feinere BGP/EVPN-Filterung erweitert, zudem lassen sich benutzerdefinierte CPU-Modelle jetzt direkt über die Weboberfläche verwalten. Proxmox VE bleibt als Open-Source-Software kostenlos nutzbar, Enterprise-Support ist ab 120 Euro pro Jahr erhältlich.

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