Im Streit um die geplante Übernahme von Activision Blizzard hat sich Microsofts Kommunikationschef Frank X. Shaw öffentlich zu Wort gemeldet. Über seinen X-Account erklärte er, Sony betreibe in Brüssel gezielt Lobbyarbeit und behaupte, Microsoft sei nicht bereit, dem Konkurrenten im Fall einer Übernahme Parität für Call of Duty zuzusichern. Diese Darstellung sei falsch.
Hintergrund ist die rund 69 Milliarden US-Dollar schwere Akquisition, die zu diesem Zeitpunkt von mehreren Wettbewerbsbehörden geprüft wurde, darunter die EU-Kommission. Sony hatte als größter Konkurrent im Konsolengeschäft wiederholt Bedenken geäußert, der zentrale Shooter könne nach einer Übernahme bevorzugt auf Xbox-Plattformen erscheinen.
Shaw betonte in dem mehrteiligen Beitrag, sein Unternehmen habe bereits ein langfristiges Angebot vorgelegt, das Call of Duty auch auf PlayStation-Konsolen am selben Tag und mit gleichem Funktionsumfang verfügbar halten solle. Die vollständige Stellungnahme ist auf seinem X-Kanal nachzulesen.
Wenige Wochen zuvor hatte Microsoft mit Nintendo einen verbindlichen Zehnjahresvertrag für Call of Duty geschlossen und Sony ein vergleichbares Abkommen in Aussicht gestellt. Erst im weiteren Verlauf des Verfahrens entschieden die Behörden über die Freigabe der Übernahme.
